Elektrische Leitungen


Eine neue Garderobe muss her. Die alte hat ausgedient und das Durcheinander von Mänteln und Jacken im Flur braucht unbedingt eine neue Ordnung. Also, nichts leichter als das. Eine schicke neue Gardrobe ist schnell gefunden und belastet nicht einmal die Familienkasse übermäßig.

Kaum zu Haus angekommen, wird die Bohrmaschine herausgeholt, der Zehner Steinbohrer eingesetzt, auf Schlagbohren umgestellt und auf gehts.

Halt! Bevor wir loslegen, sollten wir die Wand genau darauf untersuchen, ob hier Leitungen installiert sind. Tun wir das nicht, begeben wir uns ohne Not freiwillig in Lebensgefahr.

Nur wenn wir genau wissen, wo welche Leitungen verlaufen, können wir Beschädigungen mit hohen Folgekosten oder gar lebensgefährliche Unfälle vermeiden.

Die meisten Strom-Leitungen verlaufen nach bestimmten Regeln. Fragt sich, ob sich die Installateure in der Vergangenheit an diese Regeln gehalten haben.

Vom Profi installiert, verlaufen Leitungen normalerweise nur senkrecht und waagerecht zu Decke und Boden. Die Profis von Elektro Hoffmann legen die Kabel immer 30 Zentimeter unterhalb der Decke beziehungsweise 30 Zentimeter oberhalb des Bodens entlang.

Gerade in Altbauten verlaufen Kabel hinter der Wand oft aber kreuz und quer. Aber auch in modernen Gebäuden kann man vor solchen Überraschungen nie sicher sein. Es kann durchaus sein, dass die Leitungsführung nachträglich von Laien verändert wurde.

Manchmal lassen sich verborgene Stromkabel anhand der Position von Schaltern, Steck- oder Abzweigdosen erahnen.

Auf Nummer sicher gehen wir nur, wenn wir mit einem guten Leitungssuchgerät mehrfach über die geplante Bohrstelle fahren. Solche Leitungssucher funktionieren nach zwei verschiedenen Prinzipien.

Einmal gibt es Kabelindikatoren, die eine elektrische Spannung hinter der Wand aufspüren. Um damit den Verlauf eines Kabels nachzuvollziehen, muss aber natürlich die Sicherung eingeschaltet sein, damit überhaupt Strom fließt. Schlägt der Leitungssucher an, sollte beim Bohren ein großzügiger Sicherheitsabstand eingehalten werden. Kabelindikatoren sind nämlich nicht ganz exakt und zeigen Leitungen manchmal auch ein paar Zentimeter versetzt an.

Es gibt aber auch Leitungssucher, die auf Metall reagieren. Mit diesen Metallindikatoren lassen sich nicht nur Strom-, sondern auch Gas- und Wasserleitungen finden, sofern sie aus Metall sind. Die Geräte sind sensibel genug, um auch Metallleitungen anzuzeigen, die in einem Leerrohr aus Kunststoff verlaufen.

Sind die Wasserleitungen vollständig aus Kunststoff, finden Metallindikatoren solche Leitungen natürlich nicht.

Wird trotz aller Vorsicht einmal eine Leitung angebohrt, droht im schlimmsten Fall Lebensgefahr. Führt ein Kabel beim Durchbohren noch Strom, kann man einen tödlichen Schlag abbekommen. Hat man die Sicherung vorher herausgenommen und trotzdem ein Kabel beschädigt oder nur die Isolierung verletzt, kann bei voller Stromlast ein Wohnungsbrand ausgelöst werden.

Sind alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen, steht dem Bohreinsatz für die neue Garderobe nichts mehr im Wege.
Die Profis von Elektro Hoffmann helfen gerne weiter, wenn man sich bei der Kabelsuche nicht sicher ist. Nur bei sorgfältiger Prüfung steht der neuen Ordnung im Flur nichts mehr im Wege.