Fitness-Studio

In einem Fitness-Studio wird prinzipiell viel geschwitzt. Da mühen sich die einen an der Hantelbank, andere spulen Kilometer auf Fahrrädern ab, ohne sich auch nur einen Meter von der Stelle zu bewegen. Andere lassen sich ihre Muskeln bequem von elektrischen Impulsen stählen.

EMS, Elektrische Muskelstimulation nennt sich die Methode, wenn anstelle von Schweiß der Strom fließt. Mit Faulheit hat das aber nichts zu tun. Der Mensch wird in eine Montur gezwängt, die eher nach Raumfahrt aussieht. Diverse Kabel und Elektroden stellen die Verbindung zu einem Steuergerät her.

Ist alles schön festgezurrt, kann es losgehen. Sanfte, elektrische Impulse kontrahieren zuerst die Muskeln in den Beinen. Später dann auch die Muskeln am Gesäß, Rücken und Bauch. Die Stromzufuhr wird vom Trainer für jede Muskelgruppe eigens dosiert.

Während der Strom fließt, sollen die Muskeln angespannt werden, immer unterstützt von leichten Übungen wie z.B. Kniebeugen. Ein oder zwei Trainingseinheiten pro Woche empfehlen die Spezialisten, um sich in Form zu bringen.

Die Elektrostimulation hat eine lange Tradition. Erfunden wurde sie für die Reha. Dort wird Reizstrom eingesetzt, um Muskelschwund z.B. bei langer Bettlägerigkeit oder nach Verletzungen zu verhindern. Strom ist für die verschiedensten Anwendungen gut. Genug Arbeit für die Profis von Elektro Hoffmann in Schweinfurt.

Immer wieder werden die Profis gebraucht, wenn es bei der Stromversorgung in den Studios einmal hackt. In Sachen Sicherheit und Zuverlässigkeit verlassen sich viele Fitnessstudios auf das Know-how der Profis von Elektro Hoffmann in Schweinfurt.

Eben bei einem solchen Termin kam die Sprache auch darauf, dass man mit den Fitnessgeräten in den Studios eigentlich auch Strom erzeugen könnte. Die Muskelkraft der Trainierenden in Elektrizität zu verwandeln müsste doch möglich sein, ein Dynamo am Fahrrad könnte das wohl auch.

Wieder zu Hause haben sich die Hoffmann-Profis Gedanken gemacht. Ein normales Home-Trainer-Fahrrad könnte rein rechnerisch bis zu 200 Watt Strom erzeugen. Das würde bedeuten, dass vier Trainigsplätze ca. 1000 Watt erzeugen könnten.

Nachforschungen der Hoffmann-Profis haben ergeben, dass z.B. in England ‚The Great Outdoor Gym Company‘ einen Fitnesspark auf öffentlichen Plätzen betreibt. Die Studenten des benachbarten Colleges laden damit zum Beispiel ihre Handys auf. Die überschüssige Energie wird ins Netz eingespeist und im Unigebäude auch in Batterien gespeichert.

Der Ertrag ist schon recht erstaunlich – eine Stunde radeln lässt z.B. eine Energiesparlampe acht Stunden lang leuchten. Um ein Handy ganz voll zu laden, müsste man aber schon zwei bis drei Stunden radeln.

Schüler lernen schon im Physikunterricht, dass Energie nicht wirklich verloren geht, sie wird nur umgewandelt. In Fitnessstudios wird auf Fahrrad-Ergometern und Crosstrainern aus Bewegungsenergie Wärmeenergie. Diese Energie in Strom umzuwandeln, daran haben sich jetzt die Profis von Elektro Hoffmann in Schweinfurt in ihrer Freizeit gemacht, allen voran die Azubis. Alle sind gespannt, was an praktischen Lösungen dabei herauskommt.

Die Zukunft wird bei den Profis von Elektro Hoffmann in Schweinfurt nie aus den Augen gelassen. In vielen Feldern hat gerade der Nachwuchs gezeigt, dass gute Ideen das Elektrohandwerk weiterbringen.