LEDs in Rom

Wenn einer von den Profis von Elektro Hoffmann Urlaub macht, dann kann er was erzählen. So hat doch die Kollegin ihren Jahresurlaub dazu genutzt, einmal Rom genauer zu erkunden. Es war schon immer ihr größter Wunsch, die heilige Stadt auf eigene Faust zu erleben.

In der Stadt, bei bestem Wetter in einem Straßencáfe zu sitzen und dem Treiben auf den Plätzen zuzusehen, war so das Allerschönste was sie sich vorstellen konnte. Drei Wochen mal nichts von Elektro zu hören, nicht an Kabelpläne zu denken und einfach die Seele baumeln lassen, welche Stadt ist dazu besser geeignet als Rom.

Natürlich standen die vatikanischen Museen, einer der heiligsten Orte des Christentums, auf ihrem Plan. Der Besuch der Sixtinischen Kapelle und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Vatikans gehören zum Pflichtprogramm bei einem Urlaub in dieser Stadt.

Alles das fördert ein tieferes Verständnis für die außergewöhnliche Geschichte, Architektur und Politik des alten Roms und des Vatikans.

Aber ganz konnte die Kollegin in ihrem Urlaub dann doch nicht abschalten. Ihrem fachlichen Unterbewusstsein ist nicht entgangen, dass in Roms Innenstadt derzeit massenweise LED-Lampen für die Straßenbeleuchtung eingebaut werden.

Ihre Italienisch-Kenntnisse reichten weit. Sie hat mitbekommen, dass unter den Römern über die neue Beleuchtung sehr kontrovers diskutiert wird. Die meisten Römer kritisierten das ‚luce fredda‘, das kalte Licht.

Als Expertin für LED-Beleuchtung im öffentlichen Raum weiß die Kollegin, dass es durchaus auch andere Möglichkeiten gegeben hätte, das kalt wirkende Licht durch ‚wärmere‘ Leuchtmittel zu gestalten.

In ihrem Betrieb, bei Elektro Hoffmann in Schweinfurt, hat sie zusammen mit ihren Kollegen schon viele solche Aufgaben im öffentlichen Raum zufriedenstellend gelöst.

In den Zeitungen stand zu lesen, dass die Römer die stattliche Summe von rund 50 Millionen Euro in die LED-Beleuchtung für die Innenstadt investieren. In rund zwei Jahren wollen die Stadtoberen diese Investition durch Einsparungen bei der Stromrechnung wieder herausholen.

Wenn diese Rechnung aufgeht, wollen die Italiener die Umrüstung auf alle anderen großen Städte in Italien ausdehnen. Neben der verringerten Stromrechnung bietet die Umrüstung auch eine Einsparung von mehreren Tausend Tonnen Co2, die bei der Stromerzeugung anfallen, ein Beitrag zum konkreten Umweltschutz.

Trotzdem, die Römer nennen das neue Licht ‚Luce di ghiaccio‘, also ‚Eislicht‘, dagegen hat sich sogar eine Bürgerinitiative gegründet.

Für die Fachfrau im Urlaub von Elektro Hoffmann in Schweinfurt war die Sache klar. Die Lichttechniker haben in Rom eine LED-Variante mit einer extrem kalten Farbtemperatur gewählt. Ein Licht, das nicht so richtig zur historischen Innenstadt Roms passt, immerhin ein Weltkulturgut der UNESCO.

Die allermeisten Städte mit bedeutenden historischen Altstadtkernen haben keine Fachleute für eine entsprechende Beleuchtung beschäftigt.

Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass eine Umstellung auf LEDs auch in einer Weltstadt wie Rom, ohne die Einbindung entsprechender Fachleute für Lichttechnik, in die Hose gehen kann.

Die Profis von Elektro Hoffmann denken derzeit darüber nach, ob sie den Italienern nicht Hilfestellung bei der weiteren Umrüstung anbieten sollen. Eine Mitarbeiterin mit italienischen Sprachkenntnissen könnte dabei ja sehr hilfreich sein.