Rauchmelder


Es war genau fünf Minuten nach drei Uhr, mitten in der Nacht. Bei der Feuerwehr ging ein Notruf ein. Eine ältere Dame schilderte, dass bei ihrem Nachbarn eine Sirene zu hören sei und es nach Rauch riecht. Schnell war abgeklärt, dass es sich um ein Mehrfamilienhaus mit drei Stockwerken handelt, im Schweinfurter Stadtteil Bergl.

Bei der ILS, der Integrierten Leitstelle, schrillten die Feuerwehrsirenen. „Brand Etage“ lautete die Ansage bei der Alarmierung. Ein Löschzug der Berufsfeuerwehr rückte aus, bis zum Bergl waren es nur ein paar Minuten.

Aus einem Fenster zur Straße war dunkler Rauch zu sehen. Schnell haben sich die Feuerwehrleute mit der korrekt angelegten, persönlichen Schutzausrüstung bis an die Wohnungstür vorgearbeitet. Auf dem Treppenhaus war von Rauch nichts zu sehen. Die Nachbarin gab sich gleich vor der Tür als Alarmgeberin zu erkennen.

Ein Feuerwehrmann hat die aufgeregte Dame gleich die Treppe hinunter in Sicherheit gebracht, während sich seine Kollegen um die Öffnung der Tür gekümmert haben. Die Wohnungstür war für das Brecheisen der Feuerwehrleute kein Hindernis. Aus einem der Zimmer war heller Feuerschein zu sehen und die Männer auf der Drehleiter waren schon dabei, das Feuer mit Wasser von außen anzugreifen.

Der Bewohner konnte sich noch bis zu seiner Wohnungstür schleppen und hat dort das Bewusstsein verloren. Die Feuerwehrleute haben ihn sofort evakuiert und Notarzt und Sanitäter sich sofort seiner angenommen. Nach ein paar Tagen im Krankenhaus hatte er sich von seiner schweren Rauchvergiftung erholt.

Über den Sinn oder Unsinn der gesetzlichen Rauchmelderpflicht braucht man nach solchen Vorfällen wohl nicht mehr diskutieren. Eines ist sicher: In diesem Fall haben die erst kürzlich installierten Rauchmelder mindesten dieses eine Menschenleben gerettet.

Auf die Alarmtöne des Rauchmelders ist die Nachbarin aufmerksam geworden. Der Bewohner hat den Alarm im Tiefschlaf offensichtlich überhört, die Nachbarin nicht. Alle Bewohner konnten das Haus unverletzt verlassen und die alarmierten Wehren hatten die Lage schnell im Griff.

Eine defekte Heizdecke war als Brandursache ausgemacht und für die starke Rauchentwicklung verantwortlich. Die Träger des schweren Atemschutzes konnten den Raum betreten und nach dem Entrauchen durch Lüfter war die Luft schnell wieder rein.

Großes Glück war, dass die Hausverwaltung die Rauchmelderpflicht sehr ernst genommen hatte und die Profis von Elektro Hoffmann mit der Installation der vernetzten Rauchmelder beauftragte. Diese Rauchmelder haben ihre Aufgabe vorbildlich erfüllt und aufgrund der Rauchentwicklung rechtzeitig Alarm gegeben.

Eingeführt wurde die Rauchmelderpflicht in Bayern zum 01. Januar 2013. Wohnungen, die ab dem 1. Januar 2013 errichtet wurden, mussten mit Rauchmeldern entsprechend der gesetzlichen Vorgaben ausgestattet sein.
Für bestehende Wohnungen gilt eine Übergangsfrist zur Nachrüstung mit Rauchmeldern bis zum 31.12. 2017.

Also Ende Dezember ist die Frist abgelaufen. Wer sich nicht mit einem einfachen, selbst installierten Melder vom Baumarkt zufriedengeben will, die Profis von Elektro Hoffmann wissen auch bei letzter Gelegenheit Rat.