3D-Drucker

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3D-Drucker sind an sich keine neue Erfindung denn das erste Patent wurde bereits 1986 angemeldet. Neu ist aber der zum Teil günstige Preis, der es auch Privathaushalten möglich macht, sich einen 3D-Drucker zuzulegen. Man unterscheidet dabei schon fertige Drucker und 3D-Drucker als Bausatz. Letztere sind vor allem für Bastler interessant und lassen sich zum Teil auch noch nachrüsten. Der Preis für einen 3D-Drucker beginnt bei 600 Euro, einen  3D-Drucker Bausatz bekommt man schon ab 500 Euro.

3D-Drucker für den Privathaushalt
Sowohl Künstler als auch Freunde von Modelleisenbahnen haben ihre Freude an einem 3D-Drucker, lassen sich damit doch völlig individuelle Gegenstände fertigen. Doch auch Spielzeug, Schmuck und kleinere Accessoires lassen sich damit herstellen. Das Verfahren ist im Prinzip recht einfach: Mit einer entsprechenden Software wird dem Drucker gesagt, was er Drucken soll. Statt Tinte wird in der Regel ABS oder PLA verwendet, plastische Kunststoffe, die aus Düsen gespritzt werden. Der Kunststoff ist so dünn wie Draht und funktioniert ähnlich wie bei einer Heißklebepistole, bei der fester Kleber verflüssigt wird. Schicht für Schicht wird so das gewünschte Objekt dargestellt. Wie man es von früher bei Spielzeugkleinteilen von Playmobil noch kennt wird zum abstützen eine Gitterstruktur mitgedruckt, die später von Hand entfernt werden muss. Teurere 3D-Drucker bauen solche Strukturen mit einer weiteren Düse auf, die ein anderes Material verwendet das wasserlöslich ist.

Kunststoff, Metall und andere Stoffe werden zu Objekten
Kunststoff ist nicht alles was 3D-Drucker können. Je nach Modell können auch andere Materialien eingesetzt werden. Ganz neu ist jetzt metallische Tinte. Dazu werden Metalle mit einem sehr niedrigen Schmelzpunkt eingesetzt, beispielsweise Zink, Indium, Zinn und Bismut.
So wird das Problem umgangen, dass Metall mit einem sehr hohen Schmelzpunkt sehr heiß verarbeitet werden muss was sich wiederum auch auf die Abkühlphase auswirkt. Gedruckt wird dabei nicht an der Luft sondern in einer Flüssigkeit, in der die Metalle schneller abkühlen. Kombinationen unterschiedlicher Stoffe sind nicht nur bei der neuen Tinte sondern auch bei anderen Druckern möglich. So ist es unter anderem Möglich ein Telefon aus hartem Kunststoff mit weichen Tasten zu drucken. Neben Kunststoff und Tinte ist auch das Drucken mit Pulver, Kunstharz und sogar Schokolade möglich.

Skurrile 3D-Drucke
Leider kostet der Schokoladendrucker noch 3000 Euro, ist also kein Schnäppchen. Neben Schokolade und Kleinteilen lassen sich mit einem 3D-Drucker noch allerlei andere, zum Teil skurrile Dinge drucken. In China beispielsweise gibt es einen Shop, in dem man eine lebensgroße Nachbildung von sich selbst drucken kann. Für 20.000 Euro haben auch nach dem eigenen Tod die Erben immer noch was davon. Wer schon immer einmal das Musikinstrument seines Idols besitzen wollte kann auch dies realisieren lassen. Für ein paar tausend Dollar wird das Gehäuse einer Gitarre aus Plastik gedruckt und mit Gitarrenhals und Saiten versehen. Und wem das alles noch nicht genug ist: In Amerika wurden bereits die ersten 3D-Babys gedruckt, natürlich nach der Vorlage des noch ungeborenen. Für Eltern, die es einfach nicht erwarten können.

Bild: Creative Tools