5 Unwahrheiten über LED-Beleuchtung

#31 - LED

In Bezug auf LED-Beleuchtung gibt es immer noch viele Missverständnisse. In den letzten Jahren hat man viel darüber gelesen, einige haben LED auch selber ausprobiert aber immer noch kursieren viele Un- und Halbwahrheiten über LED-Beleuchtung.

LED sind zu teuer
Stellt man den Anschaffungspreis einer Glühbirne und einer LED gegenüber mag das durchaus stimmen. Die meisten in Deutschland angebotenen Glühbirnen haben eine Lebensdauer von etwa 1000 Stunden. Bei einer 24-Stunden-Beleuchtung wären das 41 Tage. Geht man von 8 Stunden Beleuchtung täglich aus – was immer noch viel ist – sind es 123 Tage. Gut doppelt so lange halten Halogenlampen. Eine LED hält dagegen bis zu 20 Jahre – und spart dabei auch noch Strom. Nach drei Jahren hat sich die Anschaffung schon gelohnt. Daraus ergibt sich auch gleich der nächste Punkt:

LED werden noch billiger, da lohnt sich das Warten
Wer jetzt schon auf LED umstellt kann sofort sparen – und zwar wesentlich mehr als wenn man noch ein paar Jahre wartet und LED dann günstiger in der Anschaffung werden. Das Geld, das herkömmliche Glühbirnen oder Leuchtstoffröhren bis dahin gekostet haben holt man aber auch mit geringeren Anschaffungskosten nicht wieder herein.

Die Wattzahl ist der beste Preisvergleich
Bisher kaufte man eine Glühbirne einfach nach ihrer Wattzahl und wusste, was man bekam. So konnte man ganz einfach den Preis vergleichen. Bei LED funktioniert das nicht wirklich, denn 60 Watt sagt nur etwas darüber aus, wie viel die Lampe verbraucht, nicht aber über die Helligkeit. Aufschluss darüber gibt die Lumenangabe. Die Schwankungen sind hier sehr groß. So gibt es 60 Watt LED mit 1050 Lumen aber auch solche mit 1600 Lumen. Es kann also durchaus sein, dass man statt einer 60 Watt Birne jetzt mit einer 50 Watt LED besser fährt da diese ebenso hell strahlt aber weniger Energie dafür benötigt.

Das Licht von LED ist unangenehm
Zugegeben, die große Auswahl und die unterschiedlichen Angaben machen es wesentlich schwieriger das passende Licht zu finden. Doch genau die große Auswahl bringt einen weiteren Vorteil denn so kann man für jeden Raum die beste Beleuchtung finden. Dazu muss man sich nur ein wenig damit auseinandersetzen. Beim Kauf sollte man auf die Leuchtfarbe achten sowie auf die Lichtfarbe. Letztere wird in K angegeben:

• Gelblich-warmes Licht: 2700-3300 K
• Neutralweiß: 4000-5000 K
• Tageslichtweiß: 5300-6500 K

Bisherige Glühlampen hatten eine Lichtfarbe von 2300-2900 K.

Teure LED sind auch nicht besser als günstige
Den schlechten Ruf, den LED auch heute noch immer haben verdanken sie zum Teil billigen Herstellern. Schnäppchenjäger sollten hier besser zu teureren Modellen greifen denn die billigen LED halten nicht was sie versprechen. Schon nach kurzer Zeit beginnen sie zu flackern was besonders fatal ist wenn es nicht offensichtlich ist. Kopfschmerzen können die Folge sein denn auch wenn das Auge es nicht bewusst sieht, das Gehirn nimmt das Flackern durchaus wahr. Auch von der Lebensdauer können sie nicht mit hochwertigen Modellen mithalten.

Bild: Mike Deal