Elektrik beim Hausbau

DSCF2777

Der Bau eines Hauses oder auch der Umbau ist eine nervenaufreibende Sache, bei der eine unüberschaubare Anzahl an Entscheidungen getroffen werden müssen. Neben der Raumplanung und dem Innenausbau mit Tapeten, Fliesen und anderen Bodenbelägen ist die Elektrik ein großes Feld. Dass in jedem Raum Licht sein sollte ist den meisten auch bewusst, doch wir betreiben heute eine ganze Menge mehr an elektronischen Geräten, die versorgt werden wollen. Wichtig sind dabei vor allem in der Küche getrennte Stromkreise, um Kurzschlüsse zu vermeiden. All das lässt sich jedoch schlecht planen, wenn man sich noch gar nicht damit befasst hat, wo was hingestellt werden soll. Im Grunde hat man mit dem Hausbau an sich schon genug zu tun, das Thema Inneneinrichtung mag da etwas vorgegriffen sein. Um böse Überraschungen zu vermeiden führt daran jedoch kein Weg vorbei.

 

An ausreichend Steckdosen denken

Wo in der Küche der Herd hinsoll ist meist noch das geringste Problem, mit dem man sich befassen muss. Steht die Küche dann letztendlich stellt man im schlimmsten Falle fest, dass vielleicht genügend Steckdosen vorhanden sind – diese sich jedoch nicht dort befinden, wo man sie gerade braucht. Mikrowelle, Kaffeemaschine, Toaster, all das hat meist seinen festen Platz. Dazu kommt vielleicht noch ein Wasserkocher und wenn man den Pürierstab oder das Rührgerät benutzen möchte ist gerade keine Steckdose an der Arbeitsfläche frei. Und wie sieht es mit dem Kühlschrank aus? Niemand möchte in einem Neubau Kabel quer durch die Küche verlegen, weil dieser bei der Planung übersehen worden ist. Vorsicht ist auch geboten, wenn Kühlschrank und Gefriertruhe zwei getrennte Geräte sind, denn jede braucht nun ebenfalls eine Steckdose.

 

Bei der Planung an die Zukunft denken

Hat man nun diese Hürde genommen geht es auch schon weiter. Wo soll im Wohnzimmer der Fernseher stehen? Auch hier braucht man wieder ausreichend Steckdosen, bei denen auch weitere Multimedia-Geräte berücksichtigt werden sollten. Am besten sorgt man auch gleich für einen LAN-Anschluss. Wer ganz sicher gehen möchte plant die Elektrik im Wohnzimmer so, dass es in ein paar Jahren unkompliziert ist, alles umzustellen und dennoch alle Anschlüsse da sind, wo man sie braucht. Schließlich weiß niemand was die Zukunft bringt und mit welchen technischen Geräten wir uns in 10 oder 15 Jahren konfrontiert sehen. Dazu kommen Wandlampen, Stehlampen und natürlich freie Steckdosen, für den Staubsauger und diverse Ladegeräte, um Smartphone und Tablet zu laden.

 

LAN-Anschluss und Telefon für alle

Zu guter letzt ist da noch der Computer und das Telefon. Ein LAN-Anschluss im Büro und das Telefon im Flur mag nach heutigem Stand vielleicht ausreichend sein. Doch sind Kinder vorhanden oder geplant werden diese vermutlich das einzige Telefon belagern oder sich ständig im Arbeitszimmer am Computer aufhalten – natürlich nur für die Hausaufgaben. Irgendwann ist auch der Zeitpunkt für einen eigenen Fernseher gekommen, und sei es nur, damit Sie Ihren endlich wieder für sich haben und nicht mit den Kindern darum streiten müssen. Es ist also durchaus sinnvoll, sich bei der Planung des Hauses mit dem Thema Elektrik in allen seinen Facetten auseinanderzusetzen.