Elektroautos

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Sie sind leise, sie brauchen kein teures Benzin, man zahlt zehn Jahre lang keine Steuer und sie schonen die Umwelt – Elektroautos. Dennoch sieht man auf unseren Straßen nicht allzu viele von ihnen. Allerdings hat sich die Anzahl der zugelassenen Elektroautos von 2011 auf 2013 immerhin mehr als verdoppelt. Waren es 2011 nicht ganz 2200 Autos meldete das Kraftfahrzeug-Bundesamt 2013 5606 Neuzulassungen. E-Mobile sind recht teuer in der Anschaffung. Kritisiert wird auch immer wieder, dass es nicht genügend Ladestationen gibt. Sieht man sich einmal diese Karte an, sieht es zumindest in den Ballungsräumen nicht ganz schlecht aus. Bedenkt man allerdings, dass man in einem E-Auto 80 bis 200 km weit kommt kann sich das „Tanken“ durchaus etwas schwierig gestalten, zumindest dann, wenn man unterwegs ist.

Ladestationen für daheim

Bei längeren Strecken liegt die Problematik nicht nur darin, dass man häufig laden muss sondern auch der Zeitfaktor spielt eine Rolle – Laden dauert nicht nur wenige Minuten wie das Tanken, 30 Minuten sollten etwa eingeplant werden. Für lange Reise ist ein Elektroauto also nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Anders sieht es im Stadtverkehr aus. Denn dabei ist man keineswegs auf öffentliche Ladestationen angewiesen. Dazu kommt, dass Autofahrer im Schnitt 20 bis 50 Kilometer am Tag fahren – was durchaus mit einer Ladung zu schaffen ist. Außerdem kommen neuere Modelle inzwischen mit einer Ladestation oder Akkus, die man tauschen kann. Ladestationen kann man auch nachkaufen, beispielsweise in einem Laden für Elektronik-Zubehör. Die Kosten liegen dabei um die 1000 Euro. Geladen können damit alle E-Autos, egal von welchem Hersteller.

Im Prinzip wäre es zwar möglich, eine ganz normale Steckdose zum Laden zu benutzen, diese sind in der Regel jedoch nicht darauf ausgelegt, stundenlang betrieben zu werden.

Laden auf längeren Strecken

Denn solche Heimladestationen sind nicht zu vergleichen mit den öffentlichen, bei denen der Akku in 30 Minuten zu 80% aufgeladen ist. Mit acht Stunden sollte man daheim in etwa rechnen. Bevor man diese anschließt sollte ein Elektriker das Ganze besser einmal ansehen. Es gibt inzwischen sogar extra Stromtarife, die ausgelegt sind für Haushalte mit E-Autos. Ein Vergleich lohnt sich hier auf jeden Fall, kleinere Anbieter sind dabei oft günstiger als die Großen wie Eon oder RWE. Rechnet man die Kosten für die Ladestation und den Strom ist fraglich, ob sich das Zuhause laden auf Dauer rechnet, wenn man auch noch den Zeitfaktor berücksichtigt. Auch wenn bisher noch kein flächendeckendes Netz von Stromtankstellen zur Verfügung steht geht der Ausbau dennoch voran – wenn auch zögerlich. Entlang der A9 wurden inzwischen einige Stromtankstellen eingerichtet. Interessant dürfte das dennoch eher für kürzere Strecken von 200-300 km sein, denn würde man beispielsweise von München nach Leipzig fahren müsste man drei Ladestopps einlegen, von der Strecke bis nach Berlin einmal ganz zu schweigen. Insgesamt gibt es in 675 Kommunen die Möglichkeit, sein E-Auto zu laden.

Foto: „Car2Go“ by FaceMePLS (flickr)