Fachkräftemangel

Die Hoffmann-Profis haben sich erst in der letzten Woche darüber unterhalten, warum viele junge Leute lieber studieren gehen als einen Handwerksberuf zu erlernen. Diese Diskussion hat ein Artikel in der Zeitung ausgelöst.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat sich in der Zeitung darüber beklagt, dass im Handwerk auch in diesem Jahr wieder rund 20.000 Ausbildungsplätze nicht besetzt werden können. Warum ist das so, haben sich die Hoffmann-Profis gefragt.

„Bei uns ist es doch heute so, dass wir mit der Arbeit kaum noch nachkommen”, so der älteste unter den Hoffmann-Profis. Ein anderer bemerkt: „Die Kunden sind sauer, wenn wir ihnen sagen müssen, dass es halt eine Weile dauert, bis wir ihren Auftrag abarbeiten können.” Klar, Notfälle gehen immer vor bei Elektro Hoffmann, aber bei Neubauten beispielsweise, ist es durchaus normal, dass es dauert. Die Hoffmann-Profis schieben eine größere Auftragsdecke vor sich her.

„Für unsere Firma und unsere Arbeitsplätze ist das ja nur gut, aber die Nerven unserer Kunden werden manchmal schon ein bisschen strapaziert.“ „Darum verstehe ich nicht, dass da einer lieber zur Uni geht, bis 30 studiert, anstatt gleich von Anfang an in die Praxis einzusteigen.”

Da mischt sich der Chef ein: „Klar, sinkende Schulabgängerzahlen drücken auch auf die Zahl der Auszubildenden. Wenn weniger da sind, können sich auch weniger Jugendliche für eine Lehre im Handwerk entscheiden.”

Dabei gibt es gerade bei uns in Deutschland viel mehr Möglichkeiten als in jedem anderen Land der Welt. Da ist z.B. die ‚Duale Ausbildung‘, sie findet an zwei Lernorten statt. Zum einen im Betrieb und zum anderen in der Berufschule. Das ist ein System, um den uns viele Länder beneiden.

Der größte Anteil der praktischen Ausbildung wird im Betrieb vermittelt, den theoretischen Teil übernimmt die Berufschule. Gerade das Elektrohandwerk bietet ein zukunftorientiertes Berufsfeld mit vielen Karrieremöglichkeiten. Es gibt viele unterschiedliche Ausbildungen zum Elektroniker, da findet wohl jeder das Passende. Es gibt z.B. die Ausbildung zum Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik.

Energieverteilungsanlagen, Beleuchtungs- und Antriebssysteme und Blitzschutzanlagen, alles Systeme für die der Elektroniker zuständig ist. Wärmepumpen, Heizungssysteme, Photovoltaik und Solarthermie gehören dazu. Der Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik sorgt für einen sparsamen, sicheren und entspannten Betrieb in den unterschiedlichsten Gebäuden, von der großen Wohnanlage über das Einfamilienhaus bis zur ganzen Fabrikanlage.

Und eines ist ganz sicher, darin sind sich alle Hoffmann-Profis einig: Eine Ausbildung im Elektrohandwerk schützt auf jeden Fall vor Arbeitslosigkeit. Ob ein Studium die gleiche Sicherheit bietet hängt wohl von der Fachrichtung ab. Auch ganz sicher ist, dass die Wertschätzung unserer Gesellschaft für gute Handwerker von Jahr zu Jahr steigt. Die Zeit, in der man auf die in der ‚Arbeitslatzhose’ herunter geschaut hat, ist längst vorbei.

Die Verdienstchancen guter Handwerker stehen heute im Durchschnitt kaum mehr hinter denen von Akademikern zurück. Wer will und die nötige Energie aufbringt kann sich weiterbilden, in Voll- oder Teilzeit zum/zur Technikermeister/in beispielsweise.

Ein Meisterbrief im E-Handwerk ist heute mit einem Bachelor-Abschluss gleichgestellt. Man kann also auch ohne Studium schnell und günstig den gleichen Karrierestand erreichen wie jemand, der von der Uni kommt.

Die Hoffmann-Profis freuen sich jedenfalls über neue Kolleginnen oder Kollegen, die mit einer Ausbildung im Elektrohandwerk direkt in die Praxis einsteigen wollen. Ganz herzlich willkommen im Team der Elektro-Profis.