Festtage, anders als gedacht


Die hektische Vorweihnachtszeit ist zu Ende. Auch bei den Hoffmann-Profis ist langsam die Feiertagsruhe eingekehrt. Bei letzten Besprechungen der Planungen für das neuen Jahr haben sich die Kolleginnen und Kollegen mit guten Wünschen für die Feiertage voneinander verabschiedet.

Der Meister hat noch das Notfallhandy eingepackt und die Werkstatttür sorgfältig verschlossen. Auch er freute sich auf ein paar ruhige Tage im Kreise seiner Familie.

Kaum zu Haus angekommen, wars dann auch schon vorbei mit der Ruhe. Das aufdringliche Rappeln des Notfallhandys signalisierte, dass es sich wohl kaum um vergessene Weihnachtsgrüße handelt. Die Nummer ist nur Blaulicht-Organisationen, wie Polizei, Rettungsdiensten und anderen Institutionen bekannt. Genutzt wird sie auch nur dann, wenn in einem Notfall wirklich dringend Fach-Know-how gebraucht wird.

Ein Stromausfall im Landkreis, am Tag vor Heiligabend, hat die Bürger mit finsteren Aussichten auf das Fest bedroht. Schon seit über fünf Stunden waren die Techniker der Versorger auf Fehlersuche. Man brauchte dringend Verstärkung durch einen erfahrenen Fachmann. Der Meister der Hoffmann-Profis stand als Elektro-Sachverständiger ganz oben auf der Liste der möglichen Helfer und Berater.

Seine eigenen Festtags-Vorbereitungen waren mit dem Hilferuf vorläufig auf Eis gelegt. Am vereinbarten Treffpunkt lautete der erste Bericht der Versorger: „Zuerst waren etwa 500 Haushalte vom Stromkreis abgeschnitten. Der Grund war eine defekte Kabelstrecke. Den Fehler konnten wir schnell lokalisieren und beheben. Kurz darauf ist es aber zu einem Kurzschluss gekommen und im ganzen Bereich sind die Lichter ausgegangen.”

In einer ersten Runde im Rathaus haben die Experten versucht alle möglichen Fehlerquellen im Gespräch ab zu klopfen. Die Sicherheitsbehörden hatten Angst, dass ein Blackout, der über die Feiertage anhält, alle vor große Probleme stellen würde.

Die Aussicht, dass anstelle von üppigen Feiertags-Braten nur kalte Küche übrig bleibt und die Kinder bei Kerzenlicht und mit Taschenlampen Geschenke auspacken sollten, machte allen großes Kopfzerbrechen.

Eine Spekulation auf der Fehlersuche brachte die üppige Weihnachtsbeleuchtung in manchen Privathäusern ins Spiel. Aktuell werden rund 500 Millionen Kilowattstunden für die private Weihnachtsbeleuchtung gebraucht. Obwohl anstelle traditioneller Glühbirnchen heute weitgehend LED-Leuchtmittel verwendet werden, bleibt der Bedarf hoch. Noch als die Teilnehmer über einen Ausfall auf Grund von Überlastung spekulierten, kam eine Meldung der Leitstelle auf den Tisch. Die Feuerwehr wurde zu einem Brand in einem unterirdischen Kabelkanal gerufen.

Das war dann letztlich auch die Ursache für den Totalausfall der Versorgung in der Region. Zusammen mit dem Strom waren natürlich auch viele Nutzer weitgehend vom Internet und KabelTV abgeschnitten. Bei den Leitstellen häuften sich die Anrufe. Nicht auszudenken, wenn auch noch die digitalen Dienste und die Telekommunikation ausgefallen wären. Allen Beteiligten war klar, dass solche massiven Ausfälle die Risiken in einer digitalen Gesellschaft genau aufzeigen. Erfreut waren sie darüber, dass sich ein ‚einfacher‘ Kabelbrand als Ursache herausstellte und dass alle anderen Befürchtungen sich als falsch erwiesen.

Dass in diesem konkreten Fall das KnowHow des Hoffmann-Ober-Profis ausnahmsweise nicht gebraucht wurde hat dem Meister dann doch ein ruhiges Weihnachtsfest beschert. Das Notfall Telefon ist glücklicherweise über die ganzen Feiertage still geblieben. So haben dann die ‚Stillen Tage‘ für alle Profis von Elektro Hoffmann ihren Namen zu recht verdient.

Foto: Zeitfixierer (Flickr)