Gewitter – Strom weg


Es war an einem Abend im Juni. Ein schweres Gewitter zog über das Maintal hinweg. Plötzlich war der Strom weg, aber nur in der Küche und im Bad. Der Hausherr macht sich auf die Suche mit einer Taschenlampe in der Hand. So eine Taschenlampe, an einer auch in völliger Dunkelheit leicht zugänglichen Stelle deponiert, ist eine sinnvolle Sache.

Die Lage entpuppt sich als recht kompliziert. Alle Steckdosen in Küche und Bad waren tot. Der Durchlauferhitzer, der die Wohnung mit Warmwasser versorgt, funktionierte nicht mehr. Das Licht brennt aber in allen Räumen. Eine ziemlich unangenehme Situation.

Ein Blick in den Sicherungskasten zeigte: Alles in Ordnung. Die Elektrik in der schönen Altbauwohnung ist schon ziemlich betagt. Das Paar hatte schon immer ein bisschen Angst davor, dass mit dem Leitungsnetz etwas nicht in Ordnung ist.

Immer wieder haben sie die eigentlich schon getroffene Entscheidung, einmal die Profis von Elektro Hoffmann zu Rate zu ziehen, vor sich hergeschoben.

Der Gedanke, dass Wände aufgerissen werden müssten, weil die Leitungen marode sind, hat die beiden das Problem immer wieder aufschieben lassen.

Aber jetzt, der Gedanke daran, dass es heute keine warme Dusche mehr gibt, hat den Herrn des Hauses dann doch zum Telefon greifen lassen. Er hat sofort einen Hoffmann-Profi an die Strippe bekommen. Auf die Frage, ob er heute noch kommen könnte, hat der Hoffmann-Profi gelacht. Nicht schadenfroh, sondern einfach nur deshalb, weil bei einem solchen schweren Gewitter die Strippen auch bei den Hoffmann-Profis heiß laufen.

Er hat aber Rückruf versprochen, sobald es abzusehen war, wo überall Hilfe von den Hoffmann-Profis gebraucht wurde. Das Unwetter hat sich ausgerechnet den Freitag ausgesucht. Die Aussicht, über das Wochenende nicht Kochen, Waschen oder Duschen zu können, hat die jungen Leute nicht gerade begeistert. Jetzt galt es, sich überhaupt erst einmal mit den Verhältnissen zu arrangieren.

Eine Kabeltrommel hat darüber hinweggeholfen, dass das Tiefkühlfach abgetaut ist. Kalt duschen soll ja ohnehin gesünder sein und abhärten. Das Paar hat begonnen darüber Witze zu machen und damit gerechnet, dass sie die Tage bis Montag so verbringen müssten.

Aber dann klingelte das Telefon. Der Hoffmann-Profi hat Wort gehalten und zurückgerufen. Die Profis haben sich einen Überblick verschafft. Man hat zugesagt, dass am Samstagmorgen einer kommen würde, um sich die Situation anzuschauen. Wow, Samstag, damit haben die beiden nicht gerechnet.

Der Elektriker von den Hoffmann-Profis stand am Samstagmorgen wie versprochen schon um 7.00 Uhr vor der Tür, einen großen Werkzeugkoffer in der Hand. Eine genaue Untersuchung der Lage hat ergeben, dass irgendwo noch ein zweiter Sicherungskasten versteckt sein musste, von dem die Wohnungseigner bis dato noch keine Ahnung hatten.

Jede Menge Durcheinander also bei der Stromversorgung.
„Wir wohnen seit drei Jahren hier in dieser Wohnung und es ist uns nicht aufgefallen, dass wir zwei Verteilerkästen haben?” Die beiden fühlen sich leicht hilflos. Der Schaden war schnell behoben und Wände mussten dafür Gott-sei-Dank keine aufgeschlagen werden.

Die herausgeflogenen Sicherungen hat der Hoffmann-Profi erneuert und gut war‘s. Na, so richtig gut noch nicht. Die beiden haben die Hoffmann-Profis gleich damit beauftragt einen E-Check zu machen.

Schon alleine die Tatsache, dass es jahrelang niemandem aufgefallen ist, dass die ganze Wohnung in zwei getrennte Stromkreise unterteilt war, hat die Wohnungsinhaber aufgeschreckt. Die Entwirrung der Stromkreise ist schon eine Aufgabe für sich.

Die Hoffmann-Profis haben die Arbeiten in kleine Schritte unterteilt, damit zu allererst die Kosten überschaubar bleiben und der Zeitaufwand sich in Grenzen hielt. „Wir haben wieder Strom”, war der freudige Ausruf, als ein Verwandter sich am Telefon nach den beiden erkundigen wollten.

Den Hoffmann-Profis haben sie für den Samstagseinsatz mit einem großen Frühstückskorb für die ganze Belegschaft gedankt. Und wenn sich heute ein Gewitter im Maintal zusammenzieht, werden die beiden nicht nervös. Sie kochen sich einen heißen Tee und kuscheln sich in die warmen Wolldecken.