Girls im E-Handwerk

Es scheint, als wären Berufe im Elektrohandwerk eine reine Männerdomäne, das ist aber Quatsch. Das war vielleicht in der Vergangenheit so, man dachte: Mädchen wären zu schwach für den Job.

Heute weiß man, Mädchen haben im Schnitt nicht nur die besseren Schulabschlüsse und Noten, sie haben auch ein ausgeprägtes technisches Verständnis, und Muskelkraft wird heute weitgehend durch Maschinen ersetzt.

Trotzdem wählen auch heute immer noch viel weniger Mädchen als Jungen Berufe im handwerklich, technischen Bereich.

Auch in den Studiengängen, wie z.B. in Ingenieurswissenschaften oder Informatik, sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. Damit schöpfen sie ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus. Den Betrieben fehlt gerade in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs.

Man hat schon vieles versucht, um Mädchen für das Handwerk zu begeistern. Der alljährliche ‚Girls’Day’ ist so ein Versuch. Der vollständige Name des bundesweiten Aktionstags lautet ‚Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag‘.

Die Zielgruppe sind Mädchen im Alter von zehn bis 15 Jahren. Der erste ‚Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag‘ fand 2001 in Deutschland statt und war gleich ein echter Erfolg. Die Firmen und Einrichtungen, die sich an diesem ‚Girls’Day‘ beteiligten, hatten danach viel Zuspruch was die Ausbildungsplätze betraf.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Initiative D21 waren die Initiatoren dieser bundesweiten Aktion.

In Amerika gab es schon vorher den ’Take Our Daughters To Work Day’. Bereits seit 1993 besuchen Schülerinnen in den USA an diesem Tag den Arbeitsplatz ihrer Eltern oder Bekannten.

In diesem Jahr findet am 26. April wieder ein ‚Girls’Day’ statt. An diesem Tag können Schülerinnen Einblick in die verschiedensten Berufsfelder erhalten.

Vielleicht können Mädchen bei ihrer Berufsorientierung auch einmal einen Beruf in der Elektrotechnik in Betracht ziehen. Es braucht aber nicht unbedingt den ‚Girls’Day’, um sich als Mädchen mit diesem Beruf auseinander zu setzen.

Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Ausbildung im Elektrohandwerk sind farbiges Sehen und keine Höhenangst. Optimal wäre der Abschluss des M-Zweiges oder ein Realschulabschluss. Gute Noten in Mathe und Physik wären auch nicht schlecht.

Die Profis von Elektro Hoffmann in Schweinfurt sind nach Absprache jederzeit bereit, einen Einblick in ihren Job zu gewähren. Vollkommen unkompliziert und mit geringem Aufwand verbunden ist es einmal die Telefon Nr: 09721 1785 zu wählen und einen Termin mit den Hoffmännern und -frauen auszumachen.

Vielleicht bietet sich ja auch ein Praktikum an, um festzustellen, wie interessant und spannend diese Arbeit sein kann. Es gibt unendlich viele Möglichkeit der Weiterqualifikation z.B. zum Elektrotechniker und zum Ingenieur.

Ein einfaches Gespräch vor Ort könnte schon dazu führen, dass auch ein Mädchen die Elektrotechnik als ihre Zukunftschance entdeckt. Frauen sind in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen noch immer unterrepräsentiert. Die Frauenquote im Elektrohandwerk, so die Statistik, liegt bei ganzen acht Prozent.

Die Mädchen und Frauen, die nach der Ausbildung dabei geblieben sind, haben auch in der Zukunft glänzende Berufsaussichten.