Glühlampe mit Nanotechnologie

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Am 1. September 2012 ist europaweit die Stufe vier des ‚Glühlampenausstiegs‘ in Kraft getreten. Es durften nur noch Glühlampen mit einem Lichtstrom von weniger als 60 Lumen verkauft werden, das sind nur rund 10 Watt. Die gute alte Glühbirne als Raumbeleuchtung hatte damit ausgedient. Nach dem Willen der EU-Oberen sollte durch die Umstellung auf Energiesparlampen 39 Terawattstunden Energie eingespart werden, das wären rund vier KKG’s von der Größe Grafenrheinfeld. So richtig eingetreten ist diese Prognose bis heute nicht. Zu Anfang waren die Energiesparlampen mit allerlei Kinderkrankheiten behaftet und skeptische Kunden haben sich einen großen Vorrat an Glühlampen angelegt.
Erst mit der flächenweiten Einführung von LED-Lampen hat sich das etwas gewandelt.

Jetzt aber, so scheint es, kommt die Glühlampe wieder zurück. Forschern in USA ist es gelungen, die unerwünschte Wärmestrahlung mittels Nanotechnologie zurückzugewinnen. Die Wärme wird eingefangen und auf den Glühdraht zurückgeworfen, das verstärkt das Glühen. Die Lichtausbeute dieser Versuchs-Glühbirnen hat sich damit um rund 40 Prozent erhöht.
Erreicht wird diese erhöhte Lichtausbeute durch einen Recycling-Trick.
Der Glühdraht wird mit einer Nanostruktur ummantelt, die zwar sichtbares Licht durchlässt, nicht aber die Infrarotstrahlung. Bis zu 92 Prozent der Wärmestrahlung wird zurückgeworfen und vom Glühdraht wieder absorbiert. Die Wärmeenergie geht damit nicht verloren, sondern heizt ihrerseits den Glühdraht auf. Das von einem glühenden Wolframdraht erzeugte Licht hat eine besonders warme, volle Farbqualität, die Energiesparlampen Halogenleuchten und LEDs nicht erreichen. Ein weiterer Vorteil dieses ‚Lichtrecyclings’ ist, dass diese Birnen wären relativ günstig herzustellen sind. Die Roh-Materialien sind reichlich vorhanden und billig.

Damit, würde die Birne in Serie gehen, wäre die gute alte Glühbirne mancher LED- oder Energiesparlampe überlegen. Ognjen Ilic vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge hat mit seiner Veröffentlichung im Wissenschaftsmagazin ‚Nature Nanotechnology‘ großes Aufsehen erregt und die Beleuchtungsmittelbranche elektrisiert.