Hochwasser


Die Schäden, die bei der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen entstanden sind, übersteigen menschliches Vorstellungsvermögen. Einige der Hoffmann Profis waren als Helfer mit THW, Feuerwehren und Wasserwacht für ein Wochenende im Katastrophengebiet und haben mit angepackt.

Das Leid der vielen Menschen, die bei der Katastrophe Angehörige und Freunde verloren haben, hat alle tief bewegt. Die Trauer mit den Opfern wird noch lange anhalten.

Die Diskussion darüber, ob so etwas bei uns auch passieren könnte, beherrscht immer wieder die Gespräche. Neben den vielen Menschenleben, die das Unwetter gekostet hat, haben die Schäden an Häusern, Gebäudehüllen und Infrastruktureinrichtungen ein unvorstellbares Ausmaß erreicht.

Die Hoffmann Profis haben sich besonders mit Schäden oder Störungen an der Elektroinstallation befasst. Gesehen haben sie, dass der Zusammenbruch der Nervensysteme die Zivilisation in ganzen Gemeinden und Landkreisen vollkommen zum Erliegen gebracht hat. Ist die Elektrizitätsversorgung erst zusammengebrochen, hat das Folgen für alles weitere, auch für die dringend nötigen Aufräumarbeiten.

Die Elektrizitätsversorgung wieder in Betrieb zu nehmen, erfordert umfangreiche Logistik und einen effizienten Einsatz aller verfügbaren Fachkräfte. Die eigentliche Stromversorgungspflicht der Energieversorger kann unter Umständen nicht eingefordert werden, weil eine solche Hochwasserkatastrophe als Ereignis höherer Gewalt eingestuft werden muss.

Oft ist auch die Stromversorgung absichtlich unterbrochen worden, damit es in überfluteten Gebäuden, Kellern und Tiefgaragen z.B. nicht zu gefährlichen Kurzschlüssen kommen kann.

Häufig ist es vorgekommen, dass überflutete elektrische Anlagen, Hauptverteiler und Stromzähleranlagen im Kellerbereich eine Gefahr für die Menschen darstellten. Eine Annäherung ist nur dann möglich, wenn die Stromversorgung sicher unterbrochen ist. Damit sind auch statische Untersuchungen und Aufräumarbeiten erst dann möglich, wenn der Strom sicher abgestellt ist.

Jetzt, wenn das Hochwasser weg ist, kommen die Profis z.B. von Elektro Hoffmann zum Einsatz. Sorgfältig müssen verbleibende Installationen allesamt sorgfältig auf sichere Funktion überprüft werden.

All denen, welchen die Hoffmann Profis in den Katastrophengebieten aktuell nicht helfen können, sei empfohlen, über die örtlichen Elektroinnungen einen seriösen Elektrohandwerksbetrieb für einen E-Check zu beauftragen, bevor wieder etwas in Betrieb genommen werden kann.

Zusammen mit dem Stromversorger werden die Hausanschlüsse und die Zähler geprüft. Dann werden Steckdosen, Installationsschalter, Abzweigkästen und Verteiler untersucht, geöffnet. Schmutz und Feuchtigkeit werden in der Regel mit Pressluft aus einem Kompressor entfernt und getrocknet.

Bei allen Steckdosen, Schaltern und anderen Anschlussgeräten müssen die Klemmverbindungen überprüft und auf einwandfreie Funktion getestet werden. Leitungsschutzschalter und Fehlerstrom-Schutzschalter, die mit Wasser in Berührung gekommen sind, werden prinzipiell ausgetauscht. Sind Sicherungen mit Nässe in Berührung gekommen, werden auch die sicherheitshalber ausgetauscht.

Alle elektrischen Anlagen werden vor erneuter Inbetriebnahme nach DIN VDE 0100-600 komplett geprüft. Dazu gehört auch, dass der Zustand von feucht gewordenen Haushaltsgeräten ebenfalls geprüft und gemessen wird.

Bei allen Neubauten achten auch die Hoffmann Profis darauf, dass Hausanschlusseinrichtungen möglichst nicht im Keller installiert werden. Den Schutz der Elektroinstallation vor Hochwasser haben die Hoffmann Profis auch heute immer im Blick.

Es ist nach DIN 18015-1 gefordert, dass in hochwassergefährdeten Gebieten der Hausanschlusskasten, die Zählerplätze mit den Mess- und Steuereinrichtungen sowie die Stromkreisverteiler entsprechend der zu erwartenden hundertjährigen Überschwemmungshöhe bzw. der örtlich festgelegten Überschwemmungshöhe anzubringen sind. Das bedeutet, dass der Hausanschlusskasten und der Hauptverteiler mindestens einen halben Meter über der Überschwemmungshöhe angebracht werden.

Für die einzelnen Geschosse werden getrennte Unterverteilungen mit den jeweiligen Stromkreisen vorgesehen. Für den Schutz von hochwassergefährdeten elektrischen Anlagenteilen, sind separate Fehlerstrom-Schutzschalter mit einem Bemessungsfehlerstrom von ≤ 30 mA vorgeschrieben.

Man kann sich nicht darauf verlassen, dass es nur in bekannten hochwassergefährdeten Gebieten zu Überschwemmungen kommen kann. Auch bei uns laufen immer wieder einmal Keller oder Erdgeschosse mit Wasser voll. Elektroinstallationen können dabei schnell in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Hoffmann Profis stehen bereit, als Fachbetrieb die Reaktivierung der elektrischen Anlage zu prüfen und vorzunehmen.