Kirchenrenovierung

Der Mann, der dieser Tage bei den Hoffmann-Profis auftauchte, war ungewöhnlich gekleidet. Er war mit einem Habit bekleidet, ein schlichtes Ordensgewand. Zu welchem Orden jemand gehört erklärt sich aus den unterschiedlichen Farben und Schnitten bei den Gewändern.

Innerhalb einer Gemeinschaft tragen alle die gleichen Kutten oder Gewänder. Den Orden aber aus dem Gewand abzulesen, das hat die Hoffmann-Profis dann doch überfordert.

Der Besucher im schwarzen Ordensgewand stellte sich vor, er war der Chef einer Benediktiner Abtei. Der Abt ist nicht alleine gekommen, er hat seinen Prior mitgebracht.

Die Benediktiner sind gewissermaßen die ‚Ur-Mönche‘ des kirchlichen Ordenslebens überhaupt. Gegründet hat diese Ordensgemeinschaft Benedikt von Nursia im Jahr 529.

Das Anliegen der beiden Herren war ebenso einfach wie weltlich. Die vor 800 Jahren erbaute Klosterkirche wird zur Zeit umfangreich renoviert. Bei dieser Gelegenheit sollte auch die gesamte Elektrik auf ‚Vordermann‘ gebracht werden. Die Kirche dient nicht nur als Zeugnis vom Glauben vergangener Zeiten und zur Andacht und zum Verweilen für die Mönche. Sie war auch die Pfarrkirche für die Gemeinden rund um das Kloster.

Die ‚Werkzeuge der geistlichen Kunst‘ zu erhalten gehört zu den Regeln der Benediktiner. Dazu gehört natürlich auch der Erhalt der Kunstschätze. Zu diesen Kunstschätzen gehört zweifelsohne die Klosterkirche.

Zum Bau der Kirche wurde versteinerte Lavaasche aus dem Berg verwand. Die Emporensäulen, am Stück aus einem Stein gehauen, sind bekannt über die Grenzen hinaus. Der Grundriss ist in Kreuzform angelegt und in ein hohes Mittelschiff und zwei niedrigere Seitenschiffe aufgeteilt.

Der Wunsch der Ordensleute war, die Elektroinstallation zu modernisieren und zukunftssicher zu machen. Da gab es z.B. die Installation von Leuchtstofflampen aus der jüngeren Zeit unter dem hölzernen Dachgebälk.

Eine Gefährdung durch Kabelbrände muss zuverlässig ausgeschlossen werden. Eine günstige Lösung wäre der Einbau von Brandschutzschaltern. Ein Brandschutzschalter überwacht die Elektroinstallation und vermeidet damit die Gefahr von elektrisch bedingten Schwelbränden, speziell in historischen Holzkonstruktionen.

Bei der Gelegenheit sollten die Hoffmann-Profis auch gleich die gesamte Beleuchtung mitsamt der Elektroinstallation im Dachstuhl erneuern.

Ein verantwortungsvoller Auftrag für die Hoffmann-Profis, wenn man bedenkt, dass bei uns rund 30% aller Brandkatastrophen auf Elektrizität als Ursache zurückzuführen sind.

Aber auch ganz neue Leitungen sind in einem solchen historischen Umfeld immer gefährdet. Nagetiere können Leitungen verbeißen. Hohe Luftfeuchtigkeit kann Kontakte oxidieren lassen. Solche Gefährdungen müssen zuverlässig ausgeschlossen werden. Leitungsschutzschalter und Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen zum Schutz bei Kurzschluss und vor Überlast sind absolute Pflicht.

Im Gespräch mit den Ordensleuten haben die Hoffmann-Profis viele Themen angesprochen. Zum Abschluss hat man auch gleich einen Termin vor Ort vereinbart.

Den Aufruf Christi „Verlasse alles – folge mir nach” als ‚Grundgesetz‘ der Benediktiner haben die Hoffmann-Profis beim Wort genommen. Der Meister und einer vom Profiteam sind im Anschluss den beiden geistlichen Herren gleich gefolgt.

Als die gesamte Abordnung vom Hof gerollt ist, hat der Azubi noch die Worte hinterher gemurmelt: „Bete und arbeite, nicht vergessen,” auch ein wichtiger Grundsatz des hl Benedikt. „…und sechsmal am Tag gemeinsam beten.” Von der Kollegin aus dem Büro hat er sich gleich eine Rüge eingefangen: „Altes Lästermaul.”