Nachrüstung im Altbau

Es gibt bei den Hoffmann-Profis Aufträge, die es so noch nie gegeben hat. Bei der jährlichen Eigentümerversammlung einer großen Wohnanlage mit fast 100 Ein- und Zweizimmerwohnungen hat man festgestellt, dass überall die FI-Schutzschalter fehlen.

Die Wohnanlage aus den Sechzigern hat man damals nur mit herkömmlichen Sicherungen ausgerüstet. Die sind dafür zuständig, den Strom bei Überlastung abzuschalten. An den Einbau von FI-Schutzschaltern hat man damals nicht gedacht.

Schon seit 1984 gilt die Pflicht für den Einbau von FI-Schutzschaltern in Räumen mit Badewanne und/oder Dusche für alle Neubauten. Ab 2009 wurden die Vorgaben auf alle Steckdosen-Stromkreise (inklusive 16A CEE-Steckdosen) in Neubauten erweitert. Für Altanlagen bestand noch länger ein Bestandsschutz.

In der jüngsten Fassung der VDE wird der Anwendungsbereich von FI-Schutzschaltern auf alle Steckdosen bis 32 A sowie alle Beleuchtungsstromkreise in allen Wohnungen ausgeweitet. Das bedeutet, dass auch Altbauten nachgerüstet werden müssen.

Jetzt ist die Nachrüstung von FI-Schutzschaltern kein technisches Problem für die Hoffmann-Profis. Die Herausforderung lag in der großen Menge der Wohnungen. Damit verbunden die Organisation der Termine.

Schon in der Eigentümerversammlung war klar, dass es einfach unmöglich ist für die Hoffmann-Profis mit jedem einzelnen Wohnungsbesitzer bzw. Mieter einen eigenen Termin auszumachen.

Erst dachte man darüber nach, die Nachrüstung einfach jedem eigenen Wohnungsinhaber selbst zu überlassen. Schließlich ist der Inhaber ja auch selbst verantwortlich für die Erfüllung gesetzlicher Vorschriften.

Der Hausverwalter schaltete sich freundlicherweise in die Vermittlung ein. Er hatte schon länger einen guten Kontakt zu den Hoffmann-Profis. Die handwerklichen Fähigkeiten der Fachleute waren schon öfter gefragt. So ist es z.B. mit Hilfe der Hoffmann-Profis gelungen, eine vandalensichere Klingelanlage zu installieren. Ärgerlich war vorher immer, dass ein einfacher Klingelstreich die ganze Anlage außer Betrieb setzen konnte.

Die Lösung für den Einbau der FI-Schutzschalter war dann doch recht einfach. Der Hausverwalter übernahm die Koordination der Termine. Alle Bewohner trugen sich mit ihrem Wunschtermin in eine Liste ein. Der Verwalter sortierte die Termine, damit die Hoffmann-Profis möglichst zusammengefasst die einzelnen Nachrüstungen vornehmen konnten.

Als Vorteil für die Hausgemeinschaft ergab sich ein vernünftiger Preis für jeden Einzelnen, der die organisatorischen Vorteile widerspiegelte.

Klar ist – ein FI-Schutzschalter dient der Sicherheit. Sobald ein elektrisches Gerät einen Defekt hat, oder wenn Kriechströme im Stromkreis auftreten, trennt der FI-Schutzschalter blitzschnell den entsprechenden Stromkreis von der Stromversorgung.

Technisch funktioniert das ziemlich einfach. Der FI vergleicht den eingehenden Strom mit dem zurückfließenden Strom. Weicht der eingehende Strom vom zurückfließenden Strom um einen bestimmten Betrag ab, trennt der FI-Schalter sofort den Stromkreis.

Moderne Schutzschalter können heute mit bis zu 30 A belastet werden und trennen bei einer Stromdifferenz von 20 mA den Stromkreis von der Stromversorgung.

Elektrische Anlagen haben eine Lebensdauer von rund 40 Jahren. Aus Sicherheitsgründen sollte die Installation innerhalb dieser Zeit laufend überprüft werden.

Bei manchen Wohnungen konnten die Hoffmann-Profis auch gleich ein paar Sonderwünsche erfüllen. Da waren zum größten Teil zusätzliche Steckdosen in den kleinen Küchen gewünscht. Alles kein Problem für die Hoffmann-Profis.

Dadurch, dass die Fachleute die FI-Schutzschalter direkt in die einzelne Wohnungsverteilung eingesetzt haben, hat man auch gleich zwei getrennte FIs eingebaut. Dadurch war es möglich, die Licht- und Steckdosen-Stromkreise getrennt voneinander zu schützen. Damit wird verhindert, dass es im Fall der Fälle bei einem Fehlerstrom in einer Steckdose nicht gleich finster wird in der ganzen Wohnung.

Die Arbeit der Hoffmann-Profis wurden jedenfalls von der gesamten Eigentümergemeinschaft ohne Ausnahme sehr gelobt. Der Azubi hat dazu gesagt: „Beifall ist das Brot des Künstlers.”