Rauchmelder retten Leben

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Rauchmelder sollten ebenso wie ein Feuerlöscher und eine Löschdecke in jeden Haushalt gehören. Während letztere am besten in der Küche aufgehoben ist um beispielsweise eine brennende Pfanne zu ersticken sollte der Feuerlöscher am besten im Flur griffbereit sein. Rauchmelder sollten überall dort sein, wo jemand schläft. Denn die größte Gefahr lauert zum einem im Schlaf, zum anderen oft eher vom Rauch als vom Feuer selbst. Rauchmelder sind in Bayern Pflicht.

 

Irrtümer in Bezug auf Brände

Etwa 35 Menschen im Monat verunglücken tödlich durch einen Brand, ein Großteil davon in den eigenen vier Wänden. An einer Rauchvergiftung stirbt der größte Teil. Zwei Drittel davon werden im Schlaf überrascht. Während man schläft kann man nichts riechen und oft genügen schon drei Atemzüge voll Rauch, um zu ersticken. Die größte Gefahr lauert dabei in technischen Defekten. Es gibt einige Irrtümer, die sich um Brände ranken. Wer meint bei einem Brand von der Hitze geweckt zu werden irrt jedenfalls, denn dazu muss es zum einen lichterloh brennen, zum anderen muss das Feuer schon recht nah an der Schlafstelle sein. In der Schwelphase eines Brandes entstehen jede Menge Gase, die hochgiftig sind und eher zum ersticken führen als das Feuer selbst.

Ein weiterer Irrtum: Nach Ausbruch des Feuers bleibt genug Zeit, um alle in Sicherheit zu bringen. In Wahrheit sind es gerade einmal zwei bis vier Minuten – nicht sehr viel wenn der Rauch bereits überall ist. Man sollte sich daher auch nicht darauf verlassen, dass Nachbarn oder Haustiere einen schon rechtzeitig wecken werden. Jede Sekunde zählt.

 

Funkmelder bieten mehr Sicherheit

Doch kommen wir zum Kern der Sache, den Rauchmeldern. Es gibt sie günstig ab etwa 10 Euro. Installieren sollte man sie am besten im Flur, im Kinderzimmer und im Schlafzimmer. Wer nicht ständig die Batterien wechseln möchte sollte zu teureren Modellen ab 30 Euro greifen, die mit Langzeitbatterien ausgestattet sind. Diese haben eine Lebensdauer von etwa 10 Jahren. Danach sollte der Rauchmelder sowieso ausgetauscht werden. Bei dieser Art von Rauchmelder ist man auch weitestgehend vor nervigen Signaltönen geschützt, die einen Batteriewechsel ankündigen – natürlich nachts. Wer sowieso einen neuen Rauchmelder braucht und ein etwas größeres Haus hat tut sich mit einem Funkmelder einen Gefallen. Registriert ein Gerät irgendwo im Haus Rauch wird das Signal an alle anderen Rauchmelder gesendet die dann gleichzeitig alarmieren.

 

Tipps im Umgang mit Rauchmeldern

Angebracht werden müssen die Geräte in der Mitte eines Raumes, tote Winkel oder den Rand sollte man besser meiden. Etwa einmal im Monat drückt man die Prüftaste, um die Funktion zu testen. Auch eine grobe Reinigung von Staub ist nützlich, schützt sie doch vor Fehlalarmen. Wer Kinder hat bringt ihnen am besten so früh wie möglich bei, wie man sich im Brandfall verhalten sollte. Ein paar Tipps dazu gibt es auf dieser Seite. Die Stiftung Warentest hat sich außerdem einige Rauchmelder zu Gemüte geführt und diese getestet. Dabei schnitt nur jeder Zweite gut ab.

Hand aufs Herz – wer hat einen Rauchmelder in seinem Haus oder in seiner Wohnung?

Bild: Katy Warner (flickr)