Rückblick auf die CES 2015

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Wie letzte Woche schon angekündigt werfen wir heute einmal einen Blick zurück auf die CES vom letzten Jahr. Einige der dort vorgestellten Technik-Highlights wollen wir uns heute einmal ansehen denn es ist sicherlich interessant zu erfahren, was daraus geworden ist. Gab es irgendein dort vorgestelltes Highlight, das unser Leben vollkommen verändert hat? Oder gibt es Produkte, die es zur Marktreife geschafft haben aber völlig floppten?

Flop des Jahres
Der Ring von Logbar klang vielversprechend. Man steckt ihn auf den Finger und per Gestensteuerung und einer Verbindung über Bluetooth öffnet man damit Jalousien, löscht das Licht, ändert die Lautstärke am Smartphone oder lädt Bilder bei Facebook hoch. So weit die Theorie. In der Praxis zeigte sich das Eine-Million-Dollar-Projekt als ziemlich unpraktikabel. Eines muss man dem Ring lassen: Er bietet zahlreiche Funktionen die so auch angekündigt wurden. Per Geste kann man twittern, über Hue das Licht bedienen, den Standort senden, ein Bild machen und vieles mehr. Knackpunkt eins liegt darin, dass die App im Vordergrund laufen muss, um die Gesten aufzunehmen und auszuführen. In der Praxis zeigte sich dann, dass die App eine launische Diva ist und in ca. 5-10% der Fälle reagierte – die restliche Zeit tat sich nichts. Der Ablauf stellt sich folgendermaßen dar: Smartphone entsperren, Ring App suchen, Ring App öffnen, warten bis sie startet, die Bluetooth-Verbindung herstellen und dann die Geste machen – in der Hoffnung, dass diese ausgeführt wird. Von Erleichterung keine Spur. Der Ring ist für 149 Dollar zu haben und nicht nur äußerst klobig sondern zudem noch aus Plastik. Inzwischen wird er als „Worst product ever made“ bezeichnet.

Nokia 215 mit Nachfolger
Dann war da noch das Nokia 215. Mit 40 Euro unschlagbar günstig – und das auch noch bei drei Wochen Akkulaufzeit. Die drei Wochen sind nur dann zu erreichen, wenn das Handy im Standby-Modus ist. Dennoch hält der Akku länger als wir es inzwischen gewöhnt sind, einmal in der Woche muss es in etwa geladen werden. Das Nokia 215 kann Internet (zur Not), spielt Musik und Radio und hat wie damals noch richtige Gummiknöpfe. Es liegt damit irgendwo zwischen Handy und Smartphone und ist als Zweithandy oder Einsteigerhandy durchaus empfehlenswert. Seit November gibt es einen Nachfolger, das Nokia 222 mit besserer Kamera und größerem Arbeitsspeicher. Es kostet 50 Euro und erfüllt wie sein Vorgänger auch schon seinen Zweck.

Smarte Kaffeemaschine
Was wir uns alle seit der Erfindung von Bluetooth gewünscht haben sind wohl Geräte wie Kaffeemaschine und Waschmaschine, die sich per Smartphone bedienen lassen. Mit der Smarter Kaffeemaschine wird dieser Traum nun Wirklichkeit. Vorgestellt auf der CES 2015 gibt es die Kaffeemaschine nun für etwa 250 Euro. Vom Design her nichts besonderes mahlt die Maschine Kaffee, brüht ihn auf und hält ihn warm. Wer Kaffee lieber auf Knopfdruck haben möchte kann die Maschine auch auf die herkömmliche Art bedienen – alle anderen erledigen das per WiFi.

Foto: ETC-USC