Sachverständiger


Über Ehrenamt wird ja zurzeit viel geredet. Ein solches Ehrenamt ist in der Regel auch ein Sachverständiger für die Elektrotechnik. In manchen Fällen brauchen auch die Profis von Elektro Hoffmann die Hilfe eines Sachverständigen.

Gründe dafür könnte eine extreme Komplexität einer elektrischen Anlage sein oder ein Schadensereignis, bei dem den Hoffmann-Profis ein Fehler unterstellt wird. Ein Sachverständiger kann nur eine natürliche Person sein. Diese Person muss eine besondere, über den Durchschnitt hinausgehende Sachkunde besitzen.

Ein Sachverständiger kann nur Spezialist für ein einziges Sachgebiet sein, z.B. Sachverständiger für Brandschutz, Lüftung, Elektroinstallation oder Statik. Einen ‚Universalsachverständigen‘ kann es nicht geben.

Sachverständiger darf sich eigentlich jeder nennen. Der Titel ist nicht geschützt. Auch für die Hoffmann-Profis ist es nahezu unmöglich zu erkennen, wer die tatsächliche Qualifizierung als Sachverständiger hat. Deshalb verlassen sich die Hoffmann-Profis auch auf öffentlich bestellte Sachverständige.

Für bestimmte Bereiche von Sachverständigen gibt es jedoch offizielle Zertifizierungsverfahren, bei denen das Fachwissen zwingend nachgewiesen werden muss. Dazu zählt auf jeden Fall der VdS-anerkannte Sachverständige, der staatlich bzw. baurechtlich anerkannte Sachverständige und der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige. Letzterer wird z.B. von Gerichten beauftragt und um Gutachten gebeten im Strafrecht oder bei Streitfällen.

Nehmen wir Brände und Feuerschäden. Rund 30 % aller Brände werden durch elektrische Anlagen verursacht. Die Versicherungswirtschaft möchte dieses Risiko möglichst reduzieren und besteht darauf, dass beim Abschluss von Gebäudeversicherungsverträgen eine wiederkehrende Prüfung der elektrischen Anlagen durch einen Sachverständigen stattfinden muss.

Der Sachverständige, der solche Prüfungen vornimmt, muss dafür durch die Versicherungswirtschaft anerkannt sein. Diese Anerkennungsverfahren werden durch die VdS Schadenverhütung GmbH in Köln durchgeführt. Das ist ein Unternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Aber auch dabei wird eine Anerkennung nur für das jeweilige Sachgebiet ausgesprochen. Ein solcher Sachverständige darf den Titel ‚VdS-anerkannter Sachverständiger‘ führen.

Der Sachverständige muss seine Fachkompetenz durch eine schriftliche Prüfung und technische Ausstattung, wie z.B. entsprechende Messgeräte, nachgewiesen haben.

Einmal Sachverständiger immer Sachverständiger, das gilt nicht. Anerkannte Sachverständige müssen ihre Sachkunde immer aufrecht erhalten und alle vier Jahre eine Verlängerung der Anerkennung beantragen. Das geht nicht einfach so, es müssen regelmäßig Weiterbildungen, moderne Messgeräte und durchgeführte Prüfungen nachgewiesen werden.

Es gibt viele Dinge im Bereich Elektro, die von Gesetz wegen überprüft werden müssen. In vielen öffentlichen Gebäuden, Versammlungsstätten oder in Tiefgaragen und Hochhäuser müssen bestimmte technische Einrichtungen durch Prüfsachverständige geprüft werden.

Im Einzelnen werden dort regelmäßig die Brandmelde-/Alarmeinrichtungen, Sicherheitsbeleuchtungs- und Sicherheitsstromversorgungen geprüft.

Das Ziel solcher Prüfungen ist es die Wirksamkeit und Betriebssicherheit der Anlagen sicher zu stellen und zu dokumentieren. Das setzt natürlich auch eine große Fachkenntnis über Verordnungen, Gesetze und Richtlinien voraus. Diese Sachverständigen arbeiten eng mit den Bauaufsichtsbehörden zusammen.

Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige werden von den Handwerkskammern bestellt und vereidigt. Bei einem Gerichtsverfahren liefern sie mit ihren Gutachten Grundlagen für die Entscheidungsfindung von Richtern. Ihre öffentliche Bestellung erfolgt für fünf Jahre und muss danach immer wieder erneuert werden.

Die Hoffmann-Profis wissen, wo diese Sachverständigen zu finden sind. Es gibt ein Sachverständigenverzeichnis, in dem für jedes Fachgebiet ein entsprechender Sachverständige benannt ist.