Solar auf dem Dach


Immer wieder werden die Hoffmann-Profis mit der Frage konfrontiert, ob eine Photovoltaikanlage auf dem Carport oder der eigenen Garage ausreicht, ein ins Auge gefasste E-Mobil quasi kostenlos ‚aufzutanken‘. Es wäre natürlich ein gewichtiges Argument zur Anschaffung eines Elektromobils.

„Wie groß die Strommenge ist, die eine PV-Anlage produziert, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab“, lautet die immer gleiche Antwort der Hoffmann-Profis.

Da ist zu allererst die Lage und Ausrichtung der Module an Ort und Stelle. Die Dachneigung und die gesamte Fläche der Solaranlage spielen eine entscheidende Rolle.

Beste Voraussetzung ist, wenn die Module so platziert sind, dass die Sonne möglichst ungehindert einstrahlen kann. Nachbarhäuser, große Bäume oder anderes, was im Laufe des Tages Schatten auf die Solarzellen werfen kann, sind in jedem Fall kontraproduktiv.

Ideal ist eine Platzierung, die nach Süden ausgerichtet ist, das garantiert die besten Erträge. Steht bei einem Carport oder einer Garage nur ein Flachdach zur Verfügung, können die Module auf Ständer mit entsprechender Neigung montiert werden. Dabei gelten Werte zwischen 30 und 36 Grad als ideale Neigung.

Klar ist, dass der Stromertrag einer Solaranlage von der Größe der Fläche abhängig ist. Den Ertrag misst man in Watt beziehungsweise Kilowatt. Die Fachleute verwenden kWPEAK. Peak bezeichnet die Spitzenleistung. Ein Solarmodul mit 1 kWPEAK produziert also maximal ein Kilowatt Strom pro Stunde.

Es gibt auf dem Markt die verschiedensten Typen von Solarzellen. Sie unterscheiden sich durch ihre Energieausbeute. Die Modelle mit der höchsten Effizienz sind dabei zwar die teuersten, bieten dafür aber auch den höchsten Ertrag.

Um den Strombedarf einer vierköpfigen Familie zu decken, braucht es ca. 40 Quadratmeter Modul-Fläche. Dafür sind die meisten Garagendächer wohl zu klein. Aber auch eine kleinere Anlage kann den Strombezug aus dem öffentlichen Netz allerdings deutlich reduzieren.

Ohnehin schwanken die Stromerträge aus der Photovoltaik auf dem eigenen Dach in Abhängigkeit von Jahreszeiten und Sonnenscheindauer sehr. Die Idee, mit Solarmodulen vom eigenen Garagen- oder Carportdach das E-Auto autark zu machen, wird wohl ohne Zuhilfenahme des öffentlichen Netzes kaum sinnvoll zu realisieren sein.

Aber in Verbindung mit Solarbatterien und der Verknüpfung mit dem öffentlichen Netz kann eine PV-Anlage auf dem eigenen Garagen- oder Carportdach einen wesentlichen Beitrag zum wirtschaftlichen Betrieb eines Elektrofahrzeuges leisten.

Es lohnt sich in jedem Fall mit den Hoffmann-Profis ein klärendes Gespräch zu suchen.