Stadtfest

Wenn man auf einem der großen Stadtfeste in der Region immer wieder einmal einen Herrn mit einer roten Arbeitshose an einem Tisch sitzen sieht, dann hängt ihm garantiert ein Stromprüfer aus der Hosentasche.

Die Profis von Elektro Hoffmann sind nicht nur beim Aufbau eines der großen Events für die Stromversorgung zuständig, nein, auch während des ganzen Festbetriebes ist immer ein Mitarbeiter vor Ort, um bei unvorhergesehenen Pannen und Zwischenfällen sofort reagieren zu können.

Man mag sich gar nicht vorstellen, was ein Stromausfall z.B. bei einem Fahrgeschäft bedeutet, das in den Sommermonaten seinen ganzen Jahresumsatz erwirtschaften muss.

Ist schon der Aufbau und die Organisation von solchen Freiluftevents für die Hoffmann-Profis Stress pur, so ist dieser Notfalldienst an den Festtagen bestimmt nicht die reine Erholung.

Sicher, der ‚Herr Elektriker‘ hat’s gut, sitzt am Tisch und plaudert mit den Gästen. Das Handy in der Hemdentasche kann aber jederzeit losrappeln, denn irgendwas passiert immer.

Jetzt bedeutet das zu allererst einmal den Stress der Verständigung. Auf kaum einem Fest geht es leise zu, auf Zimmerlautstärke nimmt da keiner Rücksicht.

Also aufstehen vom Biertisch, da hat der Hoffmann-Profi nämlich eben nur mal seine Pause verbracht und schnell ein Eckchen gesucht, von dem aus eine Verständigung mit dem Anrufer überhaupt erst möglich ist.

Jetzt muss der Anrufer nur noch klar den Fehler benennen können und los geht’s. Das Werkstattfahrzeug ist zentral in der Fußgängerzone stationiert, aber die Wege dorthin sind je nach Ort des Fehlers natürlich weit. Das Fahrzeug bewegen ist in dem ganzen Festrummel unmöglich. Also alle Teile und evtl. Werkzeuge per Hand und Fuß zum ‚Tatort‘.

Teile wie Sicherungsautomaten und Fi-Schalter werden vielleicht auch gebraucht. Der Hoffmann-Profi hat auf jeden Fall zu schleppen. Einzig der Stromprüfer, ein Schraubenzieher und ein Universal-Handwerkermesser ist immer am Mann.

Wenn schon mal einer versucht hat, sich mit Werkzeug und einem schweren Koffer voller Teile durch eine feiernde Menschenmenge zu bewegen, wird wissen, dass das fast unmöglich ist.

Irgendwie, mit viel Humor und flotten Sprüchen, gelingt dem Hoffmann-Profi trotzdem ein Durchkommen. Eine Leiter? Ja, eine Leiter hätte er auch auf dem Dach des Werkstattwagens dabei. Wie soll die Leiter an die Bühne kommen, auf der der Stromverteiler offensichtlich einen Knacks hat?

Improvisation ist wie immer in diesem Geschäft gefragt, zur Not tut es auch ein Stuhl. Die gesetzlichen Unfallverhütungsvorschriften vergessen wir jetzt einmal für einige Sekunden. Schnell war der defekte Schalter ausgewechselt, der Strom wieder da. Die Musik konnte weiterspielen. Der Hoffmann-Profi hat bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal Beifall auf offener Bühne bekommen.

Zurück am Tisch, von dem er mitten in seiner Pause abgerufen wurde, das Bier (natürlich alkoholfrei) war inzwischen schal, aber seinen Platz am Tisch hat man ihm freundlicherweise freigehalten.

Die Leute strömen vorbei. Viele kennen natürlich den Hoffmann-Profi. Sie haben neben einem freundlichen Gruß immer auch einen flotten Spruch auf Lager: „Da schau her, der Herr Elektriker, der hat’s schö, hockt während der Arbeitszeit einfach so am Biertisch und lässt den Herrgott en gutn Moo sei.”