Statische Elektrizität


Beim Besuch einer kleinen Schar aus dem Physik Leistungskurs des Gymnasiums in der letzten Woche war das Thema ‚Wie gefährlich ist Strom‘. Beim heutigen Besuch, in der zweiten Runde, erklärten die Hoffmann-Profis den Schülern, dass auch ohne das Vorhandensein einer Stromquelle eine Gefährdung entstehen kann.

Statische Elektrizität war das Thema dieser Stunde bei den Hoffmann-Profis. Unter statischer Elektrizität versteht man eine Ansammlung von elektrischen Ladungen infolge von mechanischer Trennung gleichartiger oder verschiedener Stoffe auf den getrennten Teilen oder auf anderen leitfähigen Gegenständen infolge von Influenz. „Uff.”

„Hä?” genau das war die Reaktion der Schülerinnen und Schüler nachdem der Meister diesen Satz von seinem Manuskript abgelesen hat. „Also versuchen wir das mal auf Normaldeutsch”. Zu allererst müssten wir einmal klären, was ist überhaupt ‚Influenz‘.

Der Meister weiter, jetzt aber auswendig: „Um die Influenz zu verstehen, müssen wir auf die elektrische Ladung schauen. Stoffe und Körper können nach außen hin positiv, negativ oder neutral wirken. Man spricht von elektrisch neutral, wenn die Anzahl der Elektronen und Protonen gleich ist.”

Jetzt schaltet sich der Physiklehrer, der die Gruppe begleitete, ein: „Das haben wir im Unterricht schon gelernt. Wenn ein Elektronenüberschuss besteht, wirkt dieser Gegenstand nach außen hin negativ. Herrscht aber ein Elektronenmangel, dann wirkt dieser Gegenstand positiv. Sind beide Ladungen gleich, stoßen sich ab, die Ladungen, die sich unterscheiden, ziehen sich an.”

Der Meister erklärt wieder Praxisbeispiele: „Während der Arbeit, oder auch so ganz zufällig im Haushalt, können bei Vorgängen wie Reiben, Zersplittern, Zerreißen oder beim Strömen von Flüssigkeiten oder sogar beim Ausströmen von aerosolbeladenen Gasen solche Ladungen entstehen.”

Eine der Schülerinnen weiß auch ein Beispiel: „Leute können beim Gehen aufgeladen werden”. Was dafür die Voraussetzung sei?, fragt der Lehrer. „Logisch, das funktioniert nur wenn diejenige Person isolierende Bekleidung oder isolierendes Schuhwerk trägt”, war die Antwort der Schülerin.

„Was kann denn bei einer solchen Entladung passieren?”, war die Frage der Schüler. Der Meister der Hoffmann-Profis hatte Beispiele parat. „Wenn einer von uns beispielsweise in der Werkstatt oder auch vor Ort an einem elektrischen Bauteil arbeitet und sich nicht erdet, kann es sein, dass die elektrostatische Aufladung zu schwerwiegenden Beschädigungen führt, oft sogar zur vollständigen Zerstörung einer Schaltung z.B.”

„Ein ganz heißes Kapitel, im Wortsinn, ist die Möglichkeit, dass durch elektrostatische Entladung sogar ein Brand entstehen kann, zumal wenn leicht brennbare Flüssigkeiten im Arbeitsbereich lagern“, fügte der Meister hinzu.

Was noch passieren kann, sagte einer der Hoffmann-Profis dazu: „Schlimm kann es werden, wenn man nicht auf den Stromschlag vorbereitet ist. Da ist schon mancher vor Schreck einfach von einer Leiter oder vom Gerüst gefallen.”

„Ja, wusste der Meister zu berichten, Schreckreaktionen infolge einer Entladung können schwere Unfälle verursachen. Mit elektrischen Schlägen nach Entladungen ist nicht zu spaßen.”

„Jeder Hoffmann-Profi hat vor seiner Arbeit jeweils genau darauf zu achten, dass Gefährdungen durch elektrostatische Aufladungen ausgeschlossen sind, für sich selbst und für seine Kollegen.”

Den Schülern ist klar, dass auch kleinste Spannungen infolge elektrostatischer Aufladungen gefährlich sein können. Sie bedankten sich herzlich bei den Hoffmann-Profis für diese Einblicke in die Praxis.