Storchennest

Ab und zu werden die Hoffmann-Profis von den Feuerwehren zu Hilfe gerufen. Die meisten Mitarbeiter sind ohnehin Mitglied bei einer Freiwilligen Feuerwehr in der Umgebung ihres Wohnortes. Aber manchmal wird eben das gesammelte Knowhow der Profis von Elektro Hoffmann gebraucht.

Ein solcher Fall war ein Feuer, das am Abend weithin sichtbar auf einem Strommast ausgebrochen ist. Vermutlich, so hat es sich im Nachhinein herausgestellt, wurde durch starken Regen ein Kurzschluss ausgelöst.

Eigentlich kann ja ein Regen, auch wenn er noch so stark ist, auf einem Strommast keinen Brand auslösen. Wenn aber ein Storch auf einem Mast sein Nest gebaut hat, kann so ein Mast für die Mittelspannung durch einen Erdschluss schnell in Brand geraten.

Im Dorf ist durch die entstandenen Schäden am Kabel sofort der Strom ausgefallen. Als die Feuerwehr mit einem LF und den ersten Einsatzkräften anrückte, hat der Regen das Feuer schon gelöscht.

Der Schutz des Weißstorches steht ganz oben auf der Naturschutzliste. Die herbeigerufenen Hoffmann-Profis waren sich auf Grund eigener Beobachtung sicher, dass das Nest alt war und schon in den Jahren vorher vom ‚Klapperstorch‘ nicht mehr angenommen wurde.

Der Netzbetreiber hat das Nest nicht entfernt, wohl im Glauben, dass Nistmöglichkeiten für den ‚Ciconia ciconia‘ besondere Bedeutung haben.
Besonders bei der Sanierung von Gebäuden und Schornsteinen sind ältere Nester gefährdet, so dass jede Nistmöglichkeit zählt.

Aber ein großes Strochennest auf einem Strommast birgt natürlich auch nach Ansicht der Hoffmann-Profis Gefahren. Das Nistmaterial kann bei einem Erdschluss leicht in Brand geraten, wie in diesem Fall geschehen.

Für Hausherren und Firmen, die am Bau beteiligt sind, gibt es umfassende Bauanleitungen einschließlich Materiallisten, Montagehinweise und ergänzende Ratschläge für den Bau von Nistmöglichkeit nach Renovierungen. Nester auf Strommasten gehören nicht dazu. Der Strom kann natürlich für brütende Storchenpaare gefährlich werden.

Oft genug fliegen Jungstörche bei ihren ersten Flugversuchen gegen Stromleitungen und werden getötet, obwohl durch spiralförmige Vorrichtungen die Vögel vor den Leitungen ‚gewarnt’ werden sollen.

Die Hoffmann-Profis sind zu diesem Vorfall ausnahmsweise einmal vergeblich ausgerückt. Die Leitung wurde sofort durch den Netzbetreiber gesichert. Der dazu gerufene Experte der Arbeitsgemeinschaft Storchenschutz stimmte zu, die Reste des Nestes zu entfernen. Da blieb nur noch Arbeit für die Feuerwehrleute, die über die Drehleiter die Reste des verbrannten Nestes manuell entsorgten.

Bei den Hoffmann-Profis reifte sofort der Gedanke, für die Störche irgendwo eine ‚Ersatzwohnung‘ zu finden. Also lautete der Auftrag an die Mitarbeiter von Elektro Hoffmann: Die Augen offen halten bei allen Einsätzen und Baustellen, immer mit dem Gedanken an eine Nistgelegenheit für die ‚Klapperstörche‘ zu finden.

Es ist ohnehin geplant, die Leitungen dort wo es geht möglichst unterirdisch zu verlegen. Die Kosten hierfür sind aus Vogelschutz-Sicht jedenfalls gut investiert.

Überall dort, wo Vögel beobachtet werden, die auf Mittelspannungsleitungen den Nestbau versuchen, sollte Meldung gemacht werden. Verschiedentlich ist es gelungen die Vögel umzusiedeln. Weil 20000 Volt unter dem Nestboden, sind der Gesundheit der Tiere ganz sicher nicht zuträglich. Die Hoffmann-Profis haben versprochen, auch darauf ein Auge zu haben.