Strom im Garten

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Ein eigener Garten ist etwas wunderbares und wenn es endlich Sommer wird sitzen wir viel lieber draußen als drinnen. Was früher eher unüblich war ist heute schon beinahe an der Tagesordnung: Lampen im Garten. Lampen gibt für jeden Zweck und ein gepflegter Garten gewinnt durch eine ansprechende Beleuchtung unheimlich an Charme. Solarlampen sind dabei eine Möglichkeit aber wer auch noch eine elektrische Pumpe für den Gartenteich haben, den Rasenmäher schnell und einfach anstecken möchte oder eine Beleuchtung für sein Gartenhaus benötigt kommt um Strom im Garten nicht mehr herum.

 

Gefahr durch freiliegende Stromkabel

Grundsätzlich ist das auch kein Problem, es gilt dabei nur einiges zu beachten. Neben Feuchtigkeit gibt es noch andere Gefahren die es nicht möglich machen, einfach ein Stromkabel quer durch den Garten zu verlegen. Zum einen können freiliegende Kabel von Nagetieren leicht angeknabbert werden. Zum anderen besteht aber auch die Gefahr, dass ein Kabel durch Gartenarbeiten beschädigt werden oder gar zur Stolperfalle werden. Kabel im Garten müssen daher unterirdisch verlegt werden. Doch auch da genügt es – aus eben schon erwähnten Gründen – nicht, ein paar Zentimeter tief zu graben.

 

Strom im Garten fachgemäß verlegen

Eine fachgemäße Verlegung von Stromkabeln im Garten sieht eine Tiefe von 60 Zentimetern vor, natürlich über die gesamte Länge. Alles, was das Kabel beschädigen könnte muss dabei entfernt werden, beispielsweise Steine. Der Graben wird zuerst mit Sand gefüllt, die Schicht sollte etwa 10 Zentimeter hoch sein. Das kabel sollte außerdem in ein Schutzrohr gelegt werden und mit einer Kabelabdeckhaube bedeckt. Darüber kommen weitere 10 Zentimeter Sand. Nur so ist es auch sicher vor Erdbewegungen und Frost. Zur Sicherheit legt man ein rot-weiß-gestreiftes Band über die komplette Länge des Kabels. So ist bei zukünftigen Grabungen an dieser Stelle sichergestellt, dass das Kabel wieder gefunden und auch nicht beschädigt wird. Wie auch im Haus muss bei Strom im Garten auch an einen FI-Schalter gedacht werden. Selbstverständlich muss das Kabel auch für den Außenbereich geeignet sein.

 

Energiesäulen als Alternative

Wer nicht seinen kompletten Garten umgraben möchte um Strom zu erhalten kann sich zumindest einen Teil der Arbeit sparen. Sogenannte Energiesäulen für den Garten machen optisch etwas her und bieten außerdem die Möglichkeit, mehrere Endgeräte anzuschließen. Energiesäulen haben je nach Ausstattung mehrere Steckdosen, eine integrierte Beleuchtung und sogar einen Anschluss für den Gartenschlauch. Es gibt sie aus Aluminium oder als künstliche Steine getarnt und können mit einem Erdspieß befestigt werden oder man betoniert sie ein. So hat man Strom immer genau dort, wo man ihn braucht: Für den Rasenmäher, den Föhn für den Grill oder fürs Public Viewing im Garten. Wer lange Freude daran haben will achtet schon beim Kauf auf Qualität. Insbesondere die Stecker oder deren Abdeckung sollte man dabei im Auge behalten. Denn die schönste Säule nutzt nichts wenn die Abdeckungen der Stecker aus Plastik sind und schon im zweiten Sommer den Geist aufgeben oder die Kontakte der Stecker abbrechen.

Bild: Outdoor Lighting Perspectives (flickr)