Stromfresser entlarven

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Dass wir alle Strom sparen sollten und auch wollen da es die Kosten senkt ist klar, doch es stellt sich die Frage, wie man eigentlich Stromfresser entlarvt. Bei der Anschaffung neuer Geräte sind diese mit der Energieeffizienzklasse gekennzeichnet und lassen sich so einordnen. Die neue Spülmaschine, Waschmaschine, der Trockner und der Fernseher, alle sind auf dem neuesten Stand der Technik und verbrauchen weniger Strom als ihre Vorgänger. Doch gerade ältere Geräte die man nicht alle paar Jahre austauscht verbrauchen viel Strom. Ein paar Überraschungen lauern in jedem Haushalt.

 

Ladegeräte brauchen Strom

Die Anzahl der elektronischen Geräte hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Laptops, Smartphones, Tablets und elektrische Zahnbürsten sind in beinahe jedem Haushalt zu finden. Da sie ständig in Gebrauch sind verlangen sie auch oft täglich danach, wieder aufgeladen zu werden. Da ist es doch am bequemsten, wenn das Ladegerät gleich einen festen Platz in der Steckdose bekommt und man sein Handy schnell laden kann. Ein Bluetooth-Drucker ist etwas feines. Mit ihm kann man von überall im ganzen Haus aus und von jedem Gerät schnell etwas ausdrucken. Im Bad steckt derweil die elektrische Zahnbürste auf der Ladestation und wartet auf ihren nächsten Einsatz. Der PC im Arbeitszimmer ist einsatzbereit und im Wohnzimmer auf der Couch liegt das Laptop bereit. Die Kaffeemaschine in der Küche ist sowieso immer im Standby-Modus dauert es doch sonst viel zu lange, wenn man nur mal schnell einen Kaffee haben möchte. Alle diesen vielen kleinen Geräte brauchen Strom, auch im Standby-Modus. Vor allem bei Ladegeräten kann es sinnvoll sein, diese aus der Steckdose zu ziehen wenn sie nicht benötigt werden.

 

Energieeffizienzklasse

Beim Neukauf eines Gerätes wird natürlich die Energieeffizienzklasse mit einberechnet, schließlich ist diese auch kaum zu übersehen. Doch wie wird diese eigentlich berechnet? Die Energieeffizienzklasse bezieht sich bei vielen Geräten auf Referenz-Geräte. Diese stammen meist aus dem Jahr 1994. Heißt also, verbraucht ein neueres Gerät weniger Strom als ein ähnliches, das 20 Jahre alt ist, ist auch die Energieeffizienzklasse gut. Über den tatsächlichen Verbrauch sagt es allerdings nichts aus. Es kann also durchaus sinnvoll sein, sich über den tatsächlichen Verbrauch eines Gerätes zu informieren und Geräte untereinander zu vergleichen.

 

Stromverbrauch messen

Zu guter letzt bleibt noch ein Gerät, von dem viele gar nicht wissen, dass es existiert und dass es ständig Strom braucht: Die Heizungspumpe. In der kalten Jahreszeit läuft sie rund 6.000 Stunden um stetig für warmes Wasser in der Heizung zu sorgen, egal ob diese gebraucht wird oder nicht. Ist die Pumpe älter als zehn Jahre lohnt sich ein Austausch definitiv. Wer jetzt ganz genau wissen möchte welches Gerät im Haus wie viel Strom verbraucht – vor allem auch im Standby-Modus – kann sich in jedem Baumarkt für etwa 20 Euro ein Strommessgerät kaufen. Dieses kommt zwischen Steckdose und Gerät und ermittelt so den Stromverbrauch. Nach 24 Stunden kann der Wert abgelesen und aufs Jahr umgerechnet werden.

Bild: Julian Povey (flickr)