Tragbare Elektronik im Wettbewerb

11458013345_9a3626b878_k

Die meisten von uns sind inzwischen daran gewöhnt, zumindest ein elektronisches Teil mit sich herumzutragen – das Smartphone. Und auch von Google Glasses haben viele schon etwas gehört, gilt sie doch als revolutionäre Erfindung, die sich allerdings bei uns noch nicht durchsetzen konnte. Während wir uns noch an den Gedanken gewöhnen, dass jeder Brillenträger dort draußen heimlich Fotos von uns machen könnte wird im Hintergrund schon längst an neuen Technologien gebastelt die am Körper getragen werden können. Intel hat dazu zu einem Wettbewerb aufgerufen. Die Herausforderung sah folgendermaßen aus: Basierend auf einem Computer mit Namen Edison, der lediglich die Größe einer Briefmarke hat, sollen innovative Konzepte vorgestellt werden, die sich am Körper tragen lassen.

Innovative Ideen
Der erste Platz wurde mit 500.000 Dollar belohnt. Ins Finale kamen zehn Projekte, darunter drei aus Deutschland. Unter den Finalisten war zum einen BabyBe. Dabei handelt es sich um einen Sensor, der am Körper getragen werden kann und dessen Gegenstück Neugeborenen als Matratze dient. Gedacht ist BabyBe vor allem für Neugeborene, die im Brutkasten bleiben müssen. So kann die Mutter das eine Teil tragen und überträgt so ihren Herzschlag auf das Baby im Brutkasten. Das Team Babyguard hat sich auch Mütter und deren Babies angenommen und einen Sensor entwickelt, der es möglich macht das Ungeborene im Mutterleib zu überwachen. Ebenfalls mit am Start: Kleidung die mit Solarzellen ausgestattet ist und es so möglich macht, sein Smartphone unterwegs zu laden.

Platz eins und drei für Deutschland
Den dritten Platz machte ein deutsches Team mit dem ProGlove. In den Handschuh eingebaut sind Sensoren, welche das Arbeiten am Fließband vereinfachen sollen. Auf Platz zwei landete ebenfalls eine Hand und zwar eine die als Prothese dienen soll. Prothesen sind sehr teuer und geschätzt gibt es über 11 Millionen Menschen auf dieser Welt, denen eine Hand fehlt. Die Roboterhand wurde im 3-D-Verfahren gedruckt und soll etwa 1200 Pfund (1500 Euro) kosten. Normal bewegen sich günstige Prothesen in einem preislichen Rahmen zwischen 12.000 und 88.000 Euro.
Damit die Prothese perfekt passt wird der Arm mittels 3-D-Verfahren gescannt und anschließend gedruckt.

Die Selfie-Drohne Nixie
Platz eins machte wieder ein deutsches Team und schaffte es vor der englischen Handprothese mit einer Drohne den begehrten Sieg zu erringen und das Preisgeld im Wert von 500.000 Dollar einzustreichen. Die Drohne kann am Handgelenk befestigt werden und bei Bedarf losgeschickt werden, um Bilder von der tragenden Person zu machen. Der Mini-Hubschrauber hat vier Rotoren und wird mittels Gesten gesteuert. Je ausladender die Geste desto weiter weg fliegt die Drohne. Das Problem liegt im Moment noch an den Rotoren die ziemlich ausladend sind. Erste Experimente mit einem bistabilen Kunststoff der entweder hart oder weich ist sind bereits in Planung. Wer sich für alle Teilnehmer und die eingereichten Videos interessiert kann sich diese direkt bei Intel ansehen.

Bild: Intel Free Press