Wasser im Keller


Viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von den Hoffmann-Profis sind ja bekannterweise bei den Freiwilligen Feuerwehren im Umland engagiert. Wie gut es ist, dass bei den Wehren eine ausgewiesene Elektro-Fachkraft dabei ist, hat sich wieder einmal bei einem aktuellen Einsatz am letzten Sonntag in den frühen Morgenstunden gezeigt.

Es war noch stockfinster, als die Wehr alarmiert wurde. Die Meldung lautete ‚Wassereinbruch im Keller der Schule‘. Der Hausmeister hat bei einem zufälligen Rundgang entdeckt, dass sich die Kellerfenster unter der Gitterabdeckung ziemlich schnell mit Wasser füllten.

Eine nähere Inspektion der Kellerräume war nicht möglich. Der Schulkeller stand schon bis fast zur Decke unter Wasser. Das war auch die Ursache dafür, dass sich die Lichtschächte mit Wasser füllten.

Der Grund für den Wassereinbruch war ein Wasserrohrbruch, das war schnell festgestellt. Die umgehend alarmierten Versorger haben die Hauptzuleitung schnell abgestellt. Damit war ein weiteres Ansteigen des Wasserspiegels im Keller ausgeschlossen.

Aufgabe der Feuerwehr war jetzt, die Kellerräume möglichst schnell leer zu pumpen, um einen noch größeren Wasserschaden zu verhindern.

Mit einer elektrischen Tauchpumpe war das wohl keine größere technische Herausforderung, aber Halt! Der Hausmeister wollte schon die eigene Tauchpumpe anschließen. Einer der Hoffmann-Profis, die an diesem Sonntagvormittag ihre Freizeit geopfert haben, berichtete seinen Kameraden von einem Zwischenfall im letzten Sommer.

„Ein Feuerwehrmann machte sich mit einem Kameraden auf den Weg, um mit einer elektrischen Tauchpumpe und Schlauchmaterial einen Keller auszupumpen. Er trug die elektrische Tauchpumpe in den Keller und rief den Bewohnern zu, dass sie jetzt die Anschlussleitung der Pumpe in eine Steckdose einstecken können. Diese Steckdose war jedoch nicht fachgerecht angeschlossen. Am Schutzleiter (PE) lag Spannung an. Über den Schutzleiter (PE) stand das Gehäuse der Tauchpumpe unter Spannung. Der Feuerwehrmann hatte die Tauchpumpe noch in der Hand und erlitt dadurch einen tödlichen Stromschlag.”
In dem Bericht der UKBW Stuttgart war dieser Zwischenfall ausführlich dargestellt.

Also, auch bei der Elektroinstallation in einer öffentlichen Einrichtung ist Vorsicht geboten. Auch diese Installation könnte fehlerhaft sein. Im § 29 der Unfallverhütungsvorschrift für Feuerwehren gilt der Grundsatz: Wann immer möglich die eigene Stromversorgung, also den eigenen Stromerzeuger der Wehr zu nutzen.

Genau das haben die Feuerwehrleute dann getan. In weniger als 3 Stunden war der Keller leer gepumpt und die Wehren konnten rechtzeitig zur Mittagszeit wieder abziehen.

Gerade in Sachen Stromversorgung ist es wichtig, jede Einsatzstelle genau zu betrachten. Die Feuerwehr sollte grundsätzlich nur ihre eigenen elektrischen Geräte einsetzen. Nur so kann man im Einsatzfall davon ausgehen, dass alles auch sicher funktioniert. Wenn dann noch Profis von Elektro Hoffmann dabei sind, können Elektrounfälle bei Einsätzen weitestgehend ausgeschlossen werden.