Wie die Elektro-Mobilität in Schwung kommen soll

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Die Nachrichten rund um Elektro-Autos reißen nicht ab doch inzwischen zeichnet sich ab, dass das ganze nicht so einfach ist wie geplant. Bis zur Million 2020 ist es noch ein sehr langer Weg und daher wird an verschiedenen Stellen angesetzt. Die Problematik liegt vor allem daran, dass E-Autos immer noch furchtbar unattraktiv sind. Das liegt weniger an ihrem Aussehen als vielmehr am Drumherum. Ersteres hat vor allem Tesla recht gut hinbekommen. In den USA ist Tesla durchaus im Kommen, nicht zuletzt weil in Kalifornien der Kauf eines E-Autos mit 7.500 Dollar subventioniert wurde. 100.000 E-Autos wurden unter anderem auf Grund dieses Kaufreizes verkauft und die Sache kommt daher tatsächlich langsam ins Rollen. In China wurden im letzten Jahr mehr Elektro-Autos verkauft als in den gesamten USA – dort ist die Konkurrenz auch wesentlich größer.

Bei uns hingegen tut sich wenig. Die hierzulande zu bekommenden Modelle haben eine ganze Reihe von Schwächen, angefangen bei der sehr geringen Batterieleistung, einer schlechten Abdeckung von Stromtankstellen und den hohen Anschaffungskosten. Zu guter Letzt sind die erhältlichen Modelle auch eher in die Kategorie Kleinwagen einzuordnen – nichts, was einer vierköpfigen Familie irgendwie weiterhelfen könnte. Obendrauf kommen auch noch die aktuell recht günstigen Benzinpreise, allerdings können die sich jederzeit wieder ändern. All diese Probleme sprechen dafür, dass noch einiges getan werden muss. Nun wird darüber diskutiert ob eine Subvention wie in Kalifornien – und übrigens auch in Frankreich und Japan – nicht die Lösung aller Probleme wäre. Zumindest das Problem der Anschaffungskosten wäre damit gelöst, allerdings weniger das der fehlenden Stromtankstellen und der geringen Reichweite. Als Zweitwagen würde sich der ein oder andere vielleicht darauf einlassen. 5000 Euro stehen dabei aktuell im Raum wovon einen Teil die Hersteller und den anderen Teil die Regierung finanzieren soll. Über einen Ausbau der Stromtankstellen wird ebenfalls gesprochen.

Inzwischen sind auch verschiedene Städte dabei, ihren Bürgern das Thema E-Auto näher zu bringen und ihnen auch ein wenig die Scheu zu nehmen. So startet beispielsweise im März in Erfurt ein Projekt, bei dem 100 Pendler zwei Tage lang mobil zur Arbeit fahren können. Im Rahmen eines Gewinnspiels können die Teilnehmer für zwei Tage ein Elektro-Auto gewinnen und dann auf Herz und Nieren prüfen.
Auch in Düsseldorf haben sich die Stadtoberen etwas ausgedacht. Hier kann man sich ein Elektro-Auto aus dem Fuhrpark leihen. Ähnlich wie beim Car-Sharing kann man an drei in der Stadt verteilten Stationen einsteigen und losfahren – natürlich nur, nachdem man ein paar Hürden genommen hat. Zur Verfügung stehen der Nissan Leaf, der BMWi3, der E-Smart und der VW eUp. Kritisiert wird allerdings die etwas umständliche Umsetzung denn zum einen muss das Auto im Gegensatz zu anderen Sharing-Varianten gebucht werden und zudem am nächsten Morgen um
7:30 Uhr wieder auf seinem Platz stehen. Auch für das Laden ist der Kunde selbst verantwortlich, dies sollte immer nach dem Abstellen geschehen. Der Verlust des Ladekabels kann den Kunden übrigens 600 Euro kosten. Alles in allem bleibt in Sachen E-Autos noch viel zu tun.