Wissen ist wichtig


Der neue Praktikant bei den Hoffmann-Profis hat mit seinem Smartphone die Weisheit in Sachen Computer mit dem ‚Löffel gefressen‘.

Die älteren unter den Hoffmann-Profis straft er nur mit verächtlichen Blicken, wenn sie irgendeinen Begriff für seinen Taschencomputer aus der Jugendsprache nicht kennen.

Zu Höchstform läuft er stets auf, wenn irgendwer einen Begriff aus dem Englischen nicht richtig ausspricht oder, wenn einer die aktuelle Abkürzung nicht kennt. Die Arroganz des Wissenden blitzt in seinen Augen auf.

Da stellt der Meister eine einfache Frage: „Du weißt doch, was ein Eprom ist? Erklär das doch mal deinen Kollegen.”

„Äh, ein Eprom das ist, äh ein Chip im Computer… äh, oder so.” Die Arroganz im Blick des Praktikanten ist ganz schnell gewichen und damit ist auch seine Gesichtsfarbe von rosig zu eher blass gewechselt.

„Also, mein Junge, pass mal auf”, hob der Meister an. „Das Kürzel EPROM steht für Electrical Erasable Programmable Read Only Memory bei einem löschbaren EPROM und bezeichnet einen nichtflüchtigen Datenspeicher. Das bedeutet, dass der Speicher seine Daten behält nach dem er programmiert ist, auch ohne dass eine Spannung anliegt, alles klar?”

Der Ausbilder erklärte dem Praktikanten, dass es nicht nur gut ist mit modernen Kommunikationsmitteln umgehen zu können, man muss sie auch verstehen, wenn man sich für eine berufliche Laufbahn im Elektrohandwerk interessiert.

Wie man ein Eprom programmiert und vor allem löscht, gehört schon bei der Ausbildung zum/r Elektroniker/in der Informations- und Telekommunikations-Technik zum kleinen Einmaleins.

„Gute Leistungen in Physik, Mathe und Informatik sollten zu deinen Stärken gehören, wenn du dich für eine solche Ausbildung entscheidest.”

Dass der Praktikant sein iPhone gut beherrscht und sich mit moderner Kommunikation auskennt, hat er schon am ersten Tag bewiesen. Damit ist er aber noch lange kein IT-Profi. Das Wissen um die Zusammenhänge und was wie funktioniert gehört auf jeden Fall zur umfangreichen Ausbildung.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicherheitstechnik, auch da ist technisches Verständnis eine wichtige Voraussetzung.

Ein/e Elektroniker/in der Informations- und Telekommunikations- Technik wird viel draußen unterwegs sein und wird die unterschiedlichsten Ansprechpartner an den verschiedensten Orten treffen. Dabei bezieht sich die Bezeichnung ‚Kommunikationsexperte’ nicht nur auf die Technik. Oft müssen Zusammenhänge so erklärt werden, dass sie der Kunde auch versteht.

Der Praktikant war sichtlich beeindruckt und hat sich in der Folge eher auf’s Fragen und Zuhören verlegt. Sein iPhone hat er dann doch lieber erst einmal in der Tasche gelassen.

Wer sich heute für eine Ausbildung im Elektrohandwerk entscheidet, muss sich um seine berufliche Zukunft keine Sorgen machen, denn ohne Elektronik läuft heutzutage und in Zukunft gar nichts.